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Ashtanga Yoga für Anfänger:innen: Grundlagen, Philosophie und Praxis im Überblick

Ashtanga Yoga zählt zu den beliebtesten Yoga-Stilen im Westen. Als erfahrene Praktizierende und Lehrer:innen teilen wir die essenziellen Infos zu dieser anspruchsvollen Disziplin und dem achtgliedrigen Pfad dahinter.

Ashtanga Yoga: Mehr als nur Körperübungen

Im Westen assoziieren wir Yoga oft mit Posen wie dem Kopfstand oder dem herabschauenden Hund. Doch Asanas sind nur ein Aspekt von Yoga, das als ganzheitliche Philosophie alle Lebensbereiche umfasst. Dies wird beim Ashtanga Yoga besonders klar, da "Ashtanga" den "achtgliedrigen Pfad" bedeutet.

Die acht Glieder wurden in den "Yoga Sutras", einer der ältesten Yoga-Schriften aus dem 3. Jahrhundert, erstmals festgehalten:

  • Yama – Moralkodex gegenüber anderen (z. B. Gewaltlosigkeit, Nicht-Stehlen)
  • Niyama – Selbstdisziplin (z. B. Reinheit, Selbststudium)
  • Asana – Physische Übungen
  • Pranayama – Atemkontrolle für den Energiefluss
  • Pratyahara – Zurückziehen der Sinne
  • Dharana – Konzentration (z. B. auf Atmung oder Mantra)
  • Dhyana – Meditation und höheres Bewusstsein
  • Samadhi – Vollkommene Versenkung

Asanas bilden nur einen Teil. Der achtgliedrige Pfad ist kein Stufenmodell, sondern umfasst alle Elemente parallel in der Praxis.

Ashtanga Vinyasa Yoga: Der dynamische Stil im Detail

Unter Ashtanga Yoga verstehen wir meist Ashtanga Vinyasa Yoga. Es betont Körperübungen, Atmung und Meditation, basierend auf dem traditionellen Pfad – auch wenn Asanas im Westen dominieren.

Vinyasa beschreibt den fließenden Übergang zwischen Asanas mit einem Atemzug. Im Unterschied zu statischen Stilen wie Hatha oder Yin-Yoga ist Ashtanga Vinyasa dynamisch: Posen verbinden sich zu einer Sequenz, gehalten für fünf Atemzüge. Daraus entstanden Vinyasa Flow oder Power Yoga.

Eine Kernmerkmal sind feste Serien: Drei bis sechs Sequenzen, meist die erste "Yoga Chikitsa" (Therapie-Serie), die lebenslang fordert. Fortgeschrittene Serien sind rar. So konfrontierst du Schwächen wie Rückbeugen und veräßerst deine Komfortzone für Balance.

Typische Elemente: Ujjayi-Atmung und Drishti

Atemkontrolle erfolgt via Ujjayi-Atmung: Leicht verschlossene Stimmritze erzeugt ein Rauschen, verlangsamt den Atem und schärft den Fokus.

Drishti ist der feste Blickpunkt pro Asana, der Konzentration und Sinnesbeherrschung fördert.

Zusammen machen sie die Praxis meditativ: Der Fokus richtet sich inward. Im Mysore-Stil übst du selbstgesteuert, Lehrer:innen assistieren individuell.

Ist Ashtanga Yoga etwas für Sie?

Ashtanga Vinyasa ist fordernd: Dynamik erfordert Fitness, Fokus Disziplin. Ideal für Fortgeschrittene mit Yoga-Erfahrung oder sportlicher Basis und Achtsamkeit.

Lassen Sie sich nicht abschrecken – mit Willen und Regelmäßigkeit erreichen Sie viel. Probieren Sie es aus; qualifizierte Lehrer:innen finden Sie in Deutschland.

Neu bei Yoga? Starten Sie sanfter mit unseren Tipps für Yoga-Anfänger:innen. Auf die Matte!