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Gesättigte Fette und Herzgesundheit: Neue Studie plädiert für nuancierten Ansatz

Bei Fetten unterscheiden wir zwischen gesunden und weniger gesunden Varianten – insbesondere gesättigte Fette gelten als problematisch. Sie werden oft als Risikofaktor für Herzerkrankungen aufgeführt, die in den USA jährlich über 600.000 Menschen töten. Kein Wunder, dass viele auf ärztlichen Rat hin gesättigte Fette meiden.

Doch die Debatte könnte nuancierter sein. Eine frische Studie im Journal of the American Heart Association rät, nicht alle gesättigten Fette pauschal zu verteufeln, sondern die Herkunft der Lebensmittel zu prüfen.

Wie die Nahrungsquelle die Wirkung gesättigter Fette beeinflusst

Gesättigte Fette stecken häufig in stark verarbeiteten Produkten, die wenig Nährwert bieten. Andere Quellen wie Kokosöl oder Milchprodukte sind weniger bearbeitet und enthalten wertvolle Begleitstoffe.


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Basierend auf der EPIC-CVD-Studie der University of Cambridge analysierten Forscher 10.529 Personen mit Herzerkrankung und 16.730 Kontrollpersonen. Sie berücksichtigten Alter, Geschlecht, Bewegung, Rauchen, Alkoholkonsum sowie Übergewicht. Die Gesamtaufnahme gesättigter Fette korrelierte nicht mit Herzrisiken, doch spezifische Quellen schon: „Menschen mit hohem Verzehr aus rotem Fleisch und Butter zeigten ein erhöhtes Risiko“, erläutern Studienleiterinnen Marinka Steur, Ph.D., und Nita Forouhi, Ph.D., in einer Pressemitteilung. „Umgekehrt senkten gesättigte Fette aus Käse, Joghurt und Fisch das Risiko.“

Diese Befunde passen zu einer 2017er-Studie zu Lebensmittelgruppen und Herzrisiken. Als Beobachtungsstudie belegt sie Assoziationen, keine Kausalität.

Warum die Lebensmittelquelle entscheidend ist

„Lebensmittel sind mehr als die Summe ihrer Nährstoffe“, betonen Steur und Forouhi. Sie enthalten Vitamine, Mineralien und Bioaktive Stoffe, die synergistisch wirken. Käse und Joghurt bieten neben gesättigten Fetten Vitamin K2 und Probiotika, die herzschützend wirken. Zudem variieren Fettsäuren: Rotes Fleisch enthält mehr Palmitinsäure als Milchprodukte.

Das Fazit für Ihre Ernährung

Eine herzgesunde Ernährung muss nicht fettfrei sein – folgen Sie immer Ihrem Arzt. „Gesundheit hängt von der Gesamtkombination aus Nährstoffen und Bioaktiven in unseren Lebensmitteln ab“, schließen die Expertinnen. Berücksichtigen Sie daher Quellen und Inhaltsstoffe gezielt.