Herzgesundheit ist entscheidend – und es gibt unterschätzte Biomarker, die Sie im Blick behalten sollten. Neben herzstärkenden Ernährung und Lebensstiländerungen zeigen Labormessungen, was wirklich zählt. Vergessen Sie Routine-Lipidpanels: Als erfahrener Arzt für funktionelle Medizin teilt Dr. Frank Lipman, M.D., im mindbodygreen-Podcast seine Top-3-Marker für kardiovaskuläre Gesundheit.
In dieser Episode enthüllt der renommierte Experte, welche Werte Sie priorisieren sollten. Hier seine drei zentralen Empfehlungen:
1. Methylierung
Suboptimale Methylierung gilt als eines der stillsten Risiken für Gesundheit und Langlebigkeit – Dr. Lipman stimmt voll zu. „Methylierung ist ein Schlüsselprozess für Gehirn, Herz und emotionale Balance“, erklärt er.
Methylierung ist ein biochemischer Vorgang, der kontinuierlich in unserem Körper abläuft: Eine Methylgruppe (vier Atome) wird von Molekül zu Molekül weitergegeben – wie ein Staffelstab. Dieser Prozess aktiviert oder deaktiviert Gene und hält biochemische Räder am Laufen. Messbar wird er über den Homocysteinspiegel: „Hohe Werte deuten auf gestörte Methylierung hin“, betont Lipman.
Persönlich kenne ich das Problem: Trotz guter Verfassung lag mein Homocystein bei 63,3 µmol/L (Normalwert <15 µmol/L – ein Schock, den selbst Dr. Lipman für einen Labfehler hielt). „Betroffene spüren es oft nicht“, warnt er. Über 50 % der US-Bevölkerung haben MTHFR-Genvarianten, die das begünstigen. Lassen Sie es prüfen! Mit bioaktiven B-Vitaminen und Betain senkte ich meinen Wert auf 12,2 µmol/L.*
Dies inspirierte mindbodygreens methylation support+: Eine genfokussierte Formel mit Quatrefolic® (aktives Methylfolat/B9), Riboflavin (B2), B6, B12 und Betain – nur 3 Kapseln täglich für optimale Methylierung, auch bei MTHFR.*
2. Lipoprotein (a)
Neben Standard-Lipidpanel (HDL, LDL, Triglyceride) prüfen Sie Lipoprotein (a) [Lp(a)]. Diese LDL-Variante erhöht Herzrisiken, auch bei perfekten Cholesterinwerten. Genetisch bedingt, wird sie selten getestet – bis zu 1 von 5 Amerikanern ist betroffen, wie New York Times berichtet (u. a. Trainer Bob Harper).
„Routine-Tests sind unvollständig“, kritisiert Lipman. „Kardiologen checken oft nur Basics – ein Fehler. Wir testen 10–15 Marker.“ Hohes Lp(a) lässt sich kaum senken, doch Wissen schützt.
3. Intima-Media-Dicke der Halsschlagader (CIMT)
Der nicht-invasive CIMT-Ultraschall misst Arterienwände am Hals (ca. 10 Minuten). Relevant für Herz und Gehirn, da Arterien Blut versorgen. Trotz Vorteilen: Selten eingesetzt, oft nicht erstattet.
„Traditionelle Medizin hinkt hinterher“, sagt Lipman. „CIMT und Co. heben Diagnostik auf ein neues Level.“ Ideal für präventive Checks.
Zusammenfassung
Moderne Herztests werden präziser, doch Verbreitung fehlt. Suchen Sie einen Arzt für diese Marker. Lipman mahnt: „Zahlen allein reichen nicht – betrachten Sie den Menschen ganzheitlich.“
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