Nahezu 100 % meiner Patienten mit Verstopfung klagen über Blähungen – das häufigste Symptom einer unzureichenden Darmentleerung. Häufig treten auch Bauchschmerzen im Unterbauch, Übelkeit, schnelles Völlegefühl nach Mahlzeiten, Appetitlosigkeit, saurer Reflux, Müdigkeit oder sogar Gehirnnebel auf. Viele Patientinnen zeigen mir Fotos: um 7 Uhr morgens flacher Bauch, um 10 Uhr aufgebläht wie in der Schwangerschaft. Dahinter steckt fast immer Verstopfung.
So erkennen Sie Verstopfung
Der zuverlässigste Test ist eine Bildgebung wie Röntgen oder CT des Bauchs. Fragen Sie den Radiologen gezielt danach – oft werden Befunde als „normal“ eingestuft, obwohl eine Verstopfung vorliegt, die Ihre Symptome erklärt. Als Gastroenterologe prüfe ich alle Studien selbst, um sie mit Ihrer Krankengeschichte abzugleichen.
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Fast jeder mit Verstopfung entwickelt Nahrungsmittelunverträglichkeiten – unspezifisch und ohne klares Muster. Die Ursache ist die Verstopfung, nicht die Nahrung. Bei adäquater Behandlung verschwinden sie oft vollständig.
Die Bedeutung eines natürlichen Rhythmus
Ihr Körper braucht Rhythmus. Verstopfung stört das Gleichgewicht. Ziel ist ein müheloser, vollständiger Stuhlgang, der zu einem der Highlights Ihres Tages wird. Freuen Sie sich darauf – wenn nicht, müssen wir handeln.
Vermeiden Sie während der Verstopfung radikale Ernährungsumstellungen, da diese Empfindlichkeiten verstärken. Stellen Sie zuerst den Rhythmus wieder her, dann können Sie ballaststoffreiche Lebensmittel einführen, ohne Probleme.
Die zwei Hauptursachen für Verstopfung
Um den Rhythmus zu restaurieren, verstehen Sie die Ursachen:
1. Langsame Darmbeweglichkeit
Bei langsamer Motilität entleert sich der Darm unvollständig, was zu hartem, klumpigem Stuhl führt. Natürliche Maßnahmen helfen:
Was Sie tun können:
- Trinken Sie mindestens sechs (idealerweise acht) Gläser Wasser täglich. Der Stuhl braucht Flüssigkeit, um voranzukommen.
- Steigern Sie Ihre Bewegung. Aktivität regt den Dickdarm an, Stuhl und Gas abzustoßen.
- Erhöhen Sie langsam Ballaststoffe. Pflaumen, Hafer, Leinsamen oder Chiasamen eignen sich.
- Probieren Sie Ballaststoffpräparate. Wie Weizendextrin, Akazienpulver, Flohsamenschalen, teilhydrolysiertes Guarkernmehl oder Glucomannan. Langsam dosieren!
- Nehmen Sie abends Magnesium. Magnesiumoxid, -citrat oder -sulfat. Lassen Sie Werte prüfen.
2. Dysfunktion des Beckenbodens
Früher fokussierten wir nur auf Motilität – ein Fehler. Ohne Entspannung der Analkanal- und Beckenbodenmuskeln ist ein normaler Stuhlgang unmöglich. Diese Muskeln verhindern Inkontinenz, müssen sich aber bei Bedarf öffnen.
Bei Beckenbodendyssynergie entspannen sie nicht, sondern kontrahieren. Symptome: Pressen für kleine Portionen, unvollständige Entleerung, mehrmaliges Gang in kurzer Zeit.
Was Sie tun können:
Suchen Sie einen Beckenbodenphysiotherapeuten. Zuerst: Optimale Toilettenposition:
- Knie höher als Hüften (Fußschemel nutzen)
- Vorlehnen, Ellbogen auf Knien
- Bauch wölben, entspannen
- Wirbelsäule gerade
Bei Therapieversagen: Anorektale Manometrie und Defäkographie. Arbeiten Sie mit einem Facharzt zusammen.
Aus DAS FASERBETRIEBENE KOCHBUCH: Inspirierende Rezepte auf pflanzlicher Basis, um Ihre Gesundheit aufzuladen von Will Bulsiewicz, M.D., MSCI, Rezepte von Alexandra Caspero, R.D., veröffentlicht am 17. Mai 2022, von Avery, einem Imprint der Penguin Publishing Group, einem Geschäftsbereich von Penguin Random House, LLC. Copyright © 2022 Will Bulsiewicz, M.D.