Der erste sonnige Frühlingstag mit blühenden Knospen ist herrlich – bis Allergien zuschlagen. Auch bei optimaler Raumluft verschlimmern Pollen und andere Freiluft-Allergene trockene Augen erheblich.
Statt sich einzuschließen, rät die erfahrene funktionelle Augenärztin Dr. Rudrani Banik, M.D., zu diesen vier praxisnahen Maßnahmen gegen das lästige Symptom:
1. Warme Kompressen vor dem Schlafengehen anwenden
Warme Kompressen wirken bei trockenen Augen nicht nur entspannend, sondern hoch effektiv – vorausgesetzt, sie werden richtig dosiert. Optometristin MaryAnn Ellement, O.D., betont: Mindestens 10 Minuten lang warm halten.
Abends ideal, da Sie dann keine Pollen mehr ausgesetzt sind. Die Wärme fördert zudem den Entspannungseffekt vor dem Einschlafen.
2. Nachts eine Gleitsalbe eintragen
Rezeptfreie Augensalben bieten intensive Feuchtigkeit. Dr. Banik erklärt: Unteres Lid sanft abziehen, ca. 0,5 cm Salbe in die Konjunktivatasche geben. Wichtig: Röhrenspitze nicht berühren, um Kratzer oder Kontamination zu vermeiden.
Unsure welche? Fragen Sie Ihren Augenarzt nach passenden Empfehlungen.
3. Omega-3-Fettsäuren über die Ernährung steigern
Ernährung ist entscheidend für die Augengesundheit. Omega-3-Fettsäuren bekämpfen Trockene-Augen-Syndrom, indem sie den Tränenfilm stabilisieren. Ergänzungen möglich, besser aber natürliche Quellen: Fetter Fisch, Walnüsse, Portulak, Chiasamen oder Leinsamen – für Fischliebhaber wie Veganer geeignet.
4. Die 20-20-Regel einhalten
Allergene reizen, Bildschirmarbeit verschärft. Dr. Banik empfiehlt: Alle 20 Minuten 20 Sekunden Pause machen. "Augen schließen, tief durchatmen." Das entlastet nicht nur die Augen, sondern fördert auch Achtsamkeit im Arbeitsalltag.
Fazit
Genießen Sie den Frühling, ohne dass trockene Augen stören. Integrieren Sie warme Kompressen, Gleitsalben, Omega-3-reiche Ernährung und Bildschirmpausen – für spürbare Linderung.