Schlaf ist essenziell für Zellreparatur, Muskelaufbau und Gehirngesundheit. Eine aktuelle Studie in Nature Communications liefert neue Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Demenzrisiko bei Erwachsenen mittleren Alters. Hier die wichtigsten Ergebnisse.
Studie zum Zusammenhang zwischen Demenz und Schlaf
Diese Untersuchung basiert auf Daten einer Langzeitstudie des University College London mit rund 8.000 Briten seit 1985. Die Teilnehmer protokollierten ihre Schlafdauer über 25 Jahre mehrmals, einige trugen zudem präzise Schlaftracker. Ein Expertenteam prüfte den Link zwischen unzureichendem Schlaf und erhöhtem Demenzrisiko.
Forscher vermuteten schon länger einen Zusammenhang, wussten jedoch nicht, ob Schlafmangel Demenz begünstigt oder umgekehrt. Der Vorteil dieser Studie: Sie begann mit Personen in den 50ern, bevor Demenzsymptome auftraten.
Die zentralen Erkenntnisse
Die Analyse ergab eine klare Korrelation – eine direkte Kausalität ist jedoch nicht bewiesen. Erwachsene mittleren Alters mit konstant kurzem Schlaf (unter 6 Stunden) zeigten ein 30 % höheres Demenzrisiko, unabhängig von soziodemografischen, verhaltens-, kardiometabolischen oder psychischen Faktoren.
Sieben Stunden gelten als normale Dauer, im Gegensatz zu sechs oder weniger Stunden.
Der wichtigste Rat
Ob Ursache oder Folge – diese Ergebnisse unterstreichen: Mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht lohnen sich, besonders ab 50 oder bei familiärer Demenzbelastung. Weitere Forschung ist nötig, doch Schlaf fördert unzählige Körperfunktionen. Es gibt keinen Grund, nicht auf ausreichend erholsamen Schlaf zu setzen.