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Warum Vielfalt in der Ernährung entscheidend ist: Ernährungsexperten Mark Bittman und David L. Katz erklären

Bei der Ernährung geht es uns um Fakten und Verständnis. Als Experten mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen teilen wir hier, was wir wissen – und wo Unsicherheiten bestehen. Transparenz ist uns wichtig.

Die Wissenschaft und Vernunft bieten ein solides Fundament: Eine vielfältige, nährstoffreiche Ernährung reduziert das Risiko chronischer Krankheiten erheblich. Basierend auf jahrelanger Forschung vermitteln wir Ihnen das Wissen, um Ihr Leben zu verlängern, Vitalität zu steigern und zur Gesundheit unseres Planeten beizutragen.

Wir kennen nicht jede Antwort, aber genug, um echten Impact zu erzeugen. Die evidenzbasierten Erkenntnisse zur optimalen Ernährung können buchstäblich eine Welt verbessern.

Spielt Abwechslung eine Rolle?

Das ist Geschmackssache. Einer von uns startet täglich mit demselben Frühstück: Vollkorn-Cerealien oder Haferflocken mit Beeren, saisonalem Obst und gelegentlich Walnüssen. Der andere variiert wöchentlich – mal gedünstetes Gemüse, Obst, Haferflocken oder Pasta e Fagioli. Essen Sie, was Ihnen schmeckt.

Und das ist etwas ganz anderes als Vielfalt bei Obst und Gemüse.

Absolut. Meinen wir eine Vielfalt naturnaher Lebensmittel. Obst und Gemüse gehören zu Pflanzenfamilien mit Hunderten bis Tausenden bioaktiver Verbindungen. Kein einzelnes Produkt enthält alles – daher ist Abwechslung bei Pflanzen, Getreide, Nüssen und Samen essenziell, um alle notwendigen Nährstoffe abzudecken.

Wie wirkt sich das Essen verschiedener Lebensmittel auf das Sättigungsgefühl aus?

Das Appetitzentrum im Hypothalamus folgt dem Prinzip der „sensorisch-spezifischen Sättigung“. Deshalb bleibt oft Platz für Dessert: Andere Geschmacksrichtungen sind noch nicht erschöpft. Solange es gesunde Optionen sind, macht das Essen genussvoller.

Fühlen wir uns durch verschiedene Geschmacksrichtungen und Gewürze schneller satt?

Gewürze regen das Appetitzentrum an. Neurowissenschaftler wissen seit Langem: Monotone Ernährung führt zur Gewöhnung. Ein Wechsel zu neuen, aromatischen Lebensmitteln weckt den Appetit neu und fördert Sättigung.

Welche Rolle spielt Naschen?

Naschen kann positiv oder negativ sein. Früher hieß es, es verderbe den Appetit – heute, in Zeiten des Überangebots, ist das oft wünschenswert. Ein Stück Obst, Gurke oder Karotte ist jederzeit eine gute Wahl.

Es kommt also auf den Snack-Typ an.

Genau. Bei Hunger oder Energieeinbrüchen hilft ein gesunder Snack, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Studien zeigen: Nahrhafte Snacks sind vorteilhaft, da unser Körper evolutionär auf grazing ausgelegt ist – nicht auf starre Mahlzeiten.

Gibt es Beweise für den Nutzen von Snacks?

Ja, evidenzbasiert: Nahrhafte Snacks verbessern Stimmung und Energie. Jäger-Sammler naschten kontinuierlich; feste Mahlzeiten sind kulturelle Konvention, keine biologische Notwendigkeit.

Ich will mir keine Sorgen um falsche Snacks machen.

Seien Sie vorbereitet: Wie ein Regenschirm bei Regen, packen Sie gesunde Optionen ein. So widerstehen Sie Verlockungen aus Automaten.

Guter vs. schlechter Snack – muss ich das wissen?

Äpfel, Walnüsse, Bananen, Karotten, Hummus, Bohnendip, Salat: Ideal. Vermeiden Sie Automaten-Süßigkeiten – sie triggern Heißhunger durch Blutzuckerspitzen und Hormonschwankungen.

Ist es ein Balanceakt zwischen gesunder Ernährung und persönlicher Routine?

Ja: Grundregeln gelten für alle – Vielfalt, Ausgewogenheit. Snacken personalisiert Ihre Ernährung individuell.

Adaptiert aus „How To Eat: All Your Food and Diet Questions Answered“ von Mark Bittman und David L. Katz, M.D. Copyright © 2020. Mit Genehmigung von Houghton Mifflin Harcourt.

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