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Wie lange vor dem Schlafengehen sollten Sie nichts mehr essen? Experten-Tipps für besseren Schlaf

Mit unzähligen Netflix-Dokus und Lieferessen per App ist tiefer Schlaf heute harte Arbeit. Wer je um 22 Uhr vor dem Kühlschrank stand oder Popcorn mampfte, kennt den Saboteur: Vollgestopft ins Bett zu gehen ruiniert die Nachtruhe.

„Essen zu kurz vor dem Zubettgehen stört den Schlaf nachweislich“, erklärt Dr. Erin Stokes, Naturärztin und medizinische Direktorin bei MegaFood. Eine Studie im Journal of Clinical Sleep Medicine belegt: Nächtliches Essen verschlechtert die Schlafqualität – besonders bei Frauen.

Für mehr Erholung: Denken Sie über Mitternachtssnacks nach – und wann Sie zu Abend essen.

So beeinflusst Essen kurz vor dem Schlafen Ihre Nachtruhe

Ein voller Magen im Bett wirkt sich auf vielerlei Weise aus.

Das Verdauungssystem verlangsamt sich nachts, betont Candice Seti, PsyD, die „Insomnia Therapist“. Mit vollem Magen schlafen bedeutet oft Unwohlsein und Starren an die Decke.

Bei GERD-Patienten ist es kritisch, ergänzt Naturheilarzt Kasey Nichols: Ohne Verdauungszeit steigt Magensäure in die Speiseröhre – Sodbrennen und Husten drohen.

Essen vor dem Einschlafen treibt den Blutzucker hoch, wenn Sie Entspannung brauchen, sagt Dr. Amita Fotedar, Sleep-Standards-Beraterin. Zudem stört es Wachstumshormon- und Melatoninproduktion – essenziell für guten Schlaf.

Essens- und Schlafhygiene: Der ideale Zeitabstand

„Wann genau Sie aufhören sollten, hängt vom individuellen Stoffwechsel ab“, sagt Stokes.

Schlafexperten raten: 2–3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen. So verdaut Ihr Körper die Mahlzeit rechtzeitig.

Die richtigen Nährstoffe im Abendessen für optimalen Schlaf

Nicht nur Wann, sondern Was Sie essen, zählt. Manche Lebensmittel fördern Schlaf, andere stören ihn.

Schlaffreundlich: Satt, aber nicht überfressen werden, rät Stokes. Wählen Sie leichte Gemüse, etwas gutes Fett (z. B. Avocado) und Protein (z. B. Fisch).

Serotonin-fördernde Lebensmittel wie Vollkorn (Hafer, Gerste) oder Süßkartoffeln empfehlt Seti – sie entspannen.

Zu vermeiden: Zucker und raffinierte Kohlenhydrate für stabilen Blutzucker, warnt Seti. Keine Cracker, Brezeln oder Kekse.

Bei GERD: Säurehaltiges, Gewürztes, Schokolade, Kaffee und Fettreiches (Chips) meiden, rüt Nichols.

Auch Alkohol: Er blockt Melatonin, sagt Nichols. Trinken Sie mindestens 5 Stunden vorher nichts mehr, rät Fotedar – sonst wachen Sie müde auf.

Und Wasser? Flüssigkeiten vor dem Schlaf

Sogar Wasser oder Kamillentee zu nah am Bettgehen stört: Nachtliches Aufstehen killt Tiefschlaf, warnt Stokes.

Mehrheit der Flüssigkeit vor dem Abendessen trinken. Kleine Schlucke danach ok, aber 1 Stunde vorher abschließen.

Fotedar: In den letzten 90 Minuten minimieren – und vor dem Schlafen Toilettenpause.