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Herzgesund essen: Warum Ihre Ernährung schon in jungen Jahren entscheidend ist

Wenn Sie diese Lektüre überspringen möchten, weil Sie in den 20ern oder 30ern sind und Herzprobleme als Alterserscheinung abtun, überlegen Sie es sich gut. Herzerkrankungen entstehen nicht erst mit einem bestimmten Alter. Bereits in der Kindheit legen wir die Grundlage für ein gesundes oder belastetes Herz – und erste Anzeichen von Arteriosklerose zeigen sich oft im Teenageralter. Statt Panik zu schüren oder sofort ein CT-Angiogramm zu buchen, zeige ich Ihnen als Ärztin, wie viel Macht Ihre Ernährung über Ihr Herz hat.

Statt Herzkrankheiten zu bekämpfen, geht es um Prävention. Jährlich erleiden über 700.000 Amerikaner einen Herzinfarkt. Studien belegen: Intensive Lebensstiländerungen können Symptome nach einem Infarkt lindern. Noch besser ist jedoch, ihn zu verhindern – und Ernährung spielt hier die Hauptrolle.

Nutrigenetik: Gene sind nicht Schicksal

Haben Sie eine familiäre Belastung mit Herzerkrankungen? Gene bestimmen nicht alles. Forschung zeigt: Wir können unser Risiko durch Ernährung stark beeinflussen. Unser genetischer Code ist festgelegt, doch Umwelteinflüsse wie Nahrung steuern seine Aktivität. Als Ärztin sehe ich täglich, wie nährstoffreiche Ernährung die DNA-Botschaften positiv verändert. Die Mittelmeerdiät ist hier ein Paradebeispiel für kardioprotektive Wirkung – gestützt durch biomedizinische Studien.

Nahrung 'spricht' mit Ihrer DNA: Farbenfrohes Gemüse, nährstoffreiche Zutaten und gute Fette liefern Mikronährstoffe fürs Herz und modulieren Genexpression. Das macht Ernährung zu einer hochmodernen Therapie gegen Krankheiten.

Oxidativen Stress stoppen

Neben Nährstoffen für die Herzmuskulatur macht unser Herz 'oxidativen Stress' anfällig. Studien an Mensch und Tier belegen: Chronische Entzündungen schädigen Arterien. Auslöser sind Bluthochdruck, Rauchen oder zuckerreiche Kost, die zu fortgeschrittenen glykierten Endprodukten (AGEs) führt.

Reduzieren Sie Entzündungen durch zuckerarm, kohlenhydratarm (weniger Weißmehlprodukte) und mediterran inspirierte Ernährung. Sie senkt Blutdruck, verbessert Gefäße und fördert körpereigene Schutzmechanismen. Grünes Gemüse wie Brokkoli, Petersilie oder Sprossen liefert Vitamin C, Magnesium sowie Sulforaphan, Indol-3-Carbinol und Quercetin – bewährte Entzündungshemmer.

Ausgewogene, hochwertige Fette

Fette waren lange verteufelt, doch die herzschonende Mittelmeerdiät setzt auf Nüsse, Samen und natives Olivenöl extra. Pekannüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne und kaltgepresstes Öl spenden Selen, Magnesium und Vitamin E gegen oxidativen Stress.

Fettsäuren wirken auf Blutgerinnung und Gefäßgene. Konzentrieren Sie sich auf Vollwertkost – kein Bedarf für komplizierte Omega-Verhältnisse.

Meine Empfehlungen für herzgesunde Patienten:

1. Regenbogen an Farben

Studien belegen: Antioxidansreiches Essen senkt Blutdruck und Risiko. Farbig = nährstoffreich. Integrieren Sie Beeren, Rüben, Rotkohl, Weintrauben.

2. Kalzium und Kalium

Essentiell für Gefäße: Kichererbsen, Puy-Linsen, Sesamsamen (Kalzium); Cavolo Nero, Frühlingskraut, Mangold (Kalium, Magnesium).

3. Faser

Bohnen, Linsen, Chicorée, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch fördern gesunde Darmflora.

4. Hochwertige Fette

Aus Walnüssen, Pistazien, Mandeln, fettem Fisch, Avocado-, Raps- und Olivenöl, Samen. Pflanzlich-dominant, tierisch sparsam – Ihr Herz dankt es.

Auszug aus Essen Sie, um Krankheiten zu besiegen von Rupy Aujla, M.D., Copyright © 2019. Nachdruck mit Genehmigung von HarperOne/HarperCollins.

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