Es gibt zahlreiche essenzielle Nährstoffe, die in unserer Ernährung im Vordergrund stehen sollten, etwa Vitamin C. Häufig diskutierte Mängel betreffen Magnesium oder Vitamin D in der US-amerikanischen Ernährung.
Der jüngste Bericht des Beratungsgremiums für Ernährungsrichtlinien hebt jedoch einen weniger bekannten Nährstoff hervor, bei dem viele knapp sind: Cholin.
Was ist Cholin?
Cholin ist eine Verbindung, die zentrale Rollen im Stoffwechsel spielt. Es ist weder Vitamin noch Mineralstoff, wird aber aufgrund seiner Ähnlichkeiten zum Vitamin-B-Komplex gezählt. Als essenzieller Nährstoff ist es unverzichtbar für die Körperfunktionen, kann jedoch nicht selbst produziert werden. Besonders wichtig ist es für schwangere und stillende Frauen.
„Leider zeigen Konsumdaten, dass Cholin weitestgehend zu wenig konsumiert wird“, betont Marie Caudill, Ph.D., R.D., in einer Pressemitteilung zum Bericht. „Besorgniserregend ist, dass Gruppen mit dem höchsten Bedarf – Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder – die Ziele verfehlen.“ Tatsächlich erreichen nur 8 % der Frauen die empfohlene Menge.
Warum ist Cholin so wichtig?
Der Bericht fasst zusammen: „Eine wachsende Zahl von Beweisen zeigt, dass Cholin in bestimmten Lebensphasen eine entscheidende Rolle für die Gesundheit spielt.“
Forschung belegt, dass Cholin die fetale und kindliche Entwicklung, Kognition, Gedächtnis, Energie, Stoffwechsel und Lebergesundheit fördert. Obwohl es kein „Nährstoff von öffentlicher Gesundheitsbedeutung“ ist, stellt es eine Herausforderung dar – vor allem für Jüngere.
Während schwere Mängel selten sind, lohnt es sich, cholinreiche Lebensmittel zu priorisieren.
Die besten natürlichen Cholinquellen
Cholin lässt sich ergänzen, doch natürliche Quellen sind vorzuziehen. Laut NIH benötigen Erwachsene 425 bis 550 mg täglich. Empfehlenswerte Lebensmittel:
- 1 großes hartgekochtes Ei: 147 mg / 27 % DV
- ½ Tasse geröstete Sojabohnen: 107 mg / 19 % DV
- 3 Unzen gebratene Hähnchenbrust: 72 mg / 13 % DV
- 3 Unzen gekochter Atlantischer Kabeljau: 71 mg / 13 % DV
Bei Nahrungsergänzungsmitteln immer einen Arzt konsultieren.