Manche Lebensmittel können die Verdauung vor Hürden stellen – doch das macht sie nicht ungesund. Bohnen oder Kreuzblütler wie Brokkoli führen oft zu Blähungen, liefern aber wertvolle Ballaststoffe für einen gesunden Darm. Mais hingegen taucht scheinbar unverdaut im Stuhl auf. Ist das ein Problem? Als Facharzt mit langjähriger Erfahrung klärt Karan Rangarajan, MBBS, BSc, MRCS (Mitglied des Royal College of Surgeons in London), diese häufige Frage.
In seinem viralen TikTok-Video erklärt der bekannte Arzt die Zusammenhänge rund um Mais und Verdauung.
Warum verdauen wir Mais nicht vollständig?
Egal wie gründlich Sie kauen: Die Maiskörnchen erscheinen unverändert im Stuhl, betont Rangarajan. Das Innere des Korns besteht hauptsächlich aus leicht verdaulicher Stärke. Die äußere Schale jedoch – der sogenannte Rumpf – ist aus Zellulose gebildet.
„Zellulose ist eine gummiartige Substanz, die der menschliche Körper nicht abbauen kann, da uns die notwendigen Enzyme fehlen“, erläutert der Experte. Als unlösliche Pflanzenfaser passierte sie den Verdauungstrakt unversehrt.
Ähnlich verhält es sich mit Vollkorn, Nüssen, Grünkohl oder Bohnen: Auch sie enthalten unlösliche Fasern, die unverdaut ausgeschieden werden. Die leuchtend gelbe Farbe des Mais macht sie nur besonders sichtbar.
Ist Mais schlect für die Verdauung?
Ganz im Gegenteil. „Unlösliche Ballaststoffe verbleiben im Magen-Darm-Trakt, erhöhen das Stuhlvolumen und fördern den Abtransport von Abfallstoffen“, erklärt Ernährungsberaterin Valerie Agyeman, R.D., Spezialistin für Frauengesundheit. Sie unterstützt Regelmäßigkeit und ein gesundes Darmmikrobiom.
Mais ist also nicht schädlich – im Gegenteil, die unverdauten Körnchen bezeugen eine natürliche, ballaststoffreiche Ernährung, die der Verdauung guttut.
Zusammenfassung
Das Innere des Maiskorns ist verdauliche Stärke, die äußere Zelluloseschale eine unverdauliche unlösliche Faser. Sie durchquert den Körper unversehrt und ist essenziell für eine gesunde Verdauung. Kein Grund zur Besorgnis.
Möchten Sie Ihre Leidenschaft für Wohlbefinden zu einem Beruf machen? Werden Sie zertifizierter Gesundheitscoach! Mehr erfahren.