Als saisonales Highlight überzeugt Spargel nicht nur durch seinen feinen Geschmack, sondern auch durch seine beeindruckende Nährstoffdichte. Erfahren Sie, wie dieses Gemüse Ihren Körper unterstützt.
Im Frühling dominiert Spargel die Teller: Ab Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni wird weißer, grüner oder violetter Spargel geerntet. Danach endet die Spargelzeit, um den Pflanzen eine Regenerationsphase bis zum nächsten Jahr zu ermöglichen.
Die nährstoffreichen Inhaltsstoffe von Spargel
Spargel ist eine echte Delikatesse und ein nährstoffstarkes Gemüse.
- Er besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat nur 18 Kilokalorien pro 100 Gramm.
- Viele Ballaststoffe sorgen für Sättigung, während sekundäre Pflanzenstoffe die Darmgesundheit fördern.
- 500 Gramm decken den Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure zu über 100 Prozent.
- Sie erreichen zudem 90 Prozent des Vitamin E-Bedarfs sowie je 50 Prozent an Vitamin B1 und B2.
- Weitere Inhaltsstoffe: Eiweiß, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium, Natrium, Niacin und Eisen – Spargel zählt zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten.
- Die Asparaginsäure als Aminosäure verleiht den typischen Geschmack und unterstützt den Harnstoffzyklus.
- Bitterstoffe variieren je nach Witterung während des Anbaus.
In Deutschland sind weißer und grüner Spargel besonders gefragt. Grünspargel wächst über der Erde, enthält durch Chlorophyll mehr Vitamin C und Betacarotin, schmeckt herzhafter, braucht kein Schälen und kürzere Garzeit. Mehr dazu: Spargel kochen: So lange dauern grüner und weißer Spargel.
Gesundheitliche Vorteile von Spargel
Der botanische Name Asparagus officinalis bedeutet "Arznei" – passend zu seinen positiven Effekten:
- Harnwegsinfekte: Die Asparaginsäure wirkt harntreibend und hilft, Erreger auszuschwemmen.
- Darmbeschwerden: Ballaststoffe wie Inulin und Folsäure mit Vitamin C fördern Verdauung und Darmflora.
- Muskel- und Nerventätigkeit: Kalium unterstützt Signalübertragung und Funktionen.
- Gewichtsverlust: Kalorienarm und sättigend – ideal ohne fettreiche Zusätze.
- Knochenstärkung: Calcium, Magnesium und Eiweiß fördern den Knochenstoffwechsel.
- Vitaminmangel: Vitamin C stärkt das Immunsystem, E wirkt antioxidativ, B-Vitamine unterstützen Nerven und Energieumwandlung.
Wie viel Spargel ist empfehlenswert? Achtung bei Purinen
Spargel enthält Purine, die zu Harnsäure werden und Gicht auslösen können. In Maßen ist er unproblematisch – vermeiden Sie Fleisch oder Alkohol dazu.
So erkennen Sie frischen Spargel
- Frische: Saft tritt beim Drücken aus, riecht neutral.
- Aussehen: Glänzend, ohne Verfärbungen, feste Köpfe, saftige Enden.
- Gefühl: Prall und quietschend beim Reiben.
Verzehren Sie ihn schnell; im Kühlschrank hält er 2–3 Tage in einem feuchten Tuch. Grünspargel aufrecht in Wasser stellen.
Der "Spargel-Urin": Was steckt dahinter?
Der typische Duft entsteht durch schwefelhaltige Verbindungen aus der Asparaginsäure. Nur etwa die Hälfte der Menschen riecht ihn, da nicht alle das Spaltungs-Enzym haben.
Schattenseiten von Spargel beachten
Trotz Vorteilen: Import-Spargel belastet die Umwelt durch Transport, beheizte Felder und Pestizide. Oft in Plastik verpackt, schlechte Arbeitsbedingungen.
Wählen Sie regionalen, ökologischen Spargel: Strengere Regeln, keine synthetischen Pestizide. Mehr Infos: Wann Bio wirklich Bio ist.