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Buttermilch: Gesundheitliche Vorteile, Nährstoffe und vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Ursprünglich ein Nebenprodukt der Butterherstellung wird Buttermilch heute für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Dieses erfrischende Getränk liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe bei gleichzeitig niedrigem Kaloriengehalt.

Was ist Buttermilch genau?

Buttermilch ist die Flüssigkeit, die bei der Butterherstellung übrig bleibt – somit ein Nebenprodukt der Butterproduktion. Bei der Herstellung von Sauerrahmbutter werden die festen Bestandteile des Rahms von der Flüssigkeit getrennt, was die fertige Buttermilch ergibt. Für Süßrahmbutter hingegen wird die übrige Flüssigkeit mit Milchsäurebakterien versetzt, um den typisch säuerlichen Geschmack zu erzeugen. Übrigens: Butter kannst du auch ganz leicht selbst herstellen.

Da fast der gesamte Fettanteil der Milch in der Butter landet, enthält Buttermilch nur minimal Fett. Mit einem Milchfettgehalt von unter einem Prozent ist sie kalorienarm (37 kcal). Wie Kefir oder Ayran zählt sie zu den Sauermilchprodukten und ist fermentiert. Diese Gärung macht sie haltbarer und verleiht den säuerlichen Geschmack.

Reine Buttermilch vs. Buttermilch: Der wesentliche Unterschied

Im Handel gibt es neben gezuckerten Varianten zwei Arten purer Buttermilch: Als „Buttermilch“ gekennzeichnet oder als „reine Buttermilch“. Reine Buttermilch stammt direkt aus der Butterherstellung, während Standard-Buttermilch ein industrielles Produkt ist: Entrahmte oder teilentrahmte Milch wird mit Milchsäurebakterien, bis zu 10 % Wasser und 15 % Magermilchpulver angereichert. Bei reiner Buttermilch sind solche Zusätze verboten.

Wichtig: Reine Buttermilch enthält natürlich weniger Laktose und eignet sich besser für Laktoseintolerante. Nicht-reine Varianten können durch Magermilchzuschlag mehr Laktose enthalten. Bei Laktoseintoleranz immer zur reinen Buttermilch greifen.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkungen: So gesund ist Buttermilch

Buttermilch ist reich an essenziellen Nährstoffen. Hier die Inhaltsstoffe je 100 g:

  • Kalorien: 37 kcal
  • Fett: 0,9 g
  • Protein: 3,3 g
  • Kohlenhydrate: 4,8 g (davon Zucker: 4,8 g)
  • Kalzium: 116 mg
  • Natrium: 105 mg
  • Kalium: 151 mg
  • Magnesium: 11 mg
  • Eisen: 0,1 mg
  1. Wertvolle Proteinquelle – Wie andere Milchprodukte bietet Buttermilch hochwertiges Protein (3,3 g/100 g). Ideal für Vegetarier, Abnehmwillige oder alle, die Sättigung suchen. Der geringe Fettanteil macht sie zur perfekten kalorienarmen Zwischenmahlzeit.
  2. Reicher Kalziumlieferant – Mit 116 mg Kalzium pro 100 g decken 500 ml mehr als die Hälfte des DGE-Tagesbedarfs ab. Essentiell für starke Knochen und Zähne sowie Osteoporoseprävention. Die DGE betont zudem den Schutz vor Dickdarmkrebs durch regelmäßigen Milchproduktkonsum.
  3. B-Vitamine für Haut, Haare und Nägel – Weniger fettlösliche Vitamine A und D als Vollmilch, aber reich an B2, B5 und B12. Diese fördern Zellwachstum für gesunde Haut, Haare und Nägel.
  4. Milchsäurebakterien für die Darmgesundheit – Als probiotisches Lebensmittel verbessern sie die Verdauung, bekämpfen Durchfall und Verstopfung. Die DGE empfiehlt täglich 150 g fermentierte Produkte wie Buttermilch. Studien zeigen ein reduziertes Risiko für Diabetes Typ 2.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Buttermilch

Genießen Sie Buttermilch pur oder kreativ in der Küche:

  • Buttermilchsmoothie – Mit frischem, püriertem Obst mixen.
  • Beim Backen – Für saftige Kuchen, Muffins oder Brot. Probiere unser Rezept für Buttermilchbrot.
  • Im Müsli – Statt Milch oder Joghurt für einen säuerlich-frischen Kick.

Milchprodukte in Bio-Qualität bevorzugen

Greifen Sie bei Möglichkeit zu Bio-Buttermilch. Das Bio-Siegel schützt vor Pestiziden, gewährt bessere Tierhaltung und fördert nachhaltige Landwirtschaft. Beachten Sie die Unterschiede der Bio-Siegel – Infos zum Bio-Siegel und Nutzen für Tiere.