DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Amalgam-Zahnfüllungen: Vorteile, Quecksilber-Risiken und moderne Alternativen

Amalgam wird häufig in Zahnfüllungen verwendet und besteht aus einer Legierung verschiedener Metalle, einschließlich des giftigen Schwermetalls Quecksilber. Dieses kann Gesundheit und Umwelt belasten.

Amalgam ist eine Legierung aus Kupfer, Zinn, Silber und Quecksilber. Quecksilber gilt als giftig für Mensch und Tier, wie das Umweltbundesamt bestätigt. Daher muss Amalgam als Sondermüll entsorgt werden. Trotzdem bleibt es weltweit ein beliebtes Material für Füllungen. In Deutschland dürfen Zahnärzte es nur noch in Ausnahmefällen einsetzen.

Amalgam als Zahnfüllung

In Deutschland bestehen schätzungsweise 30 Prozent aller Zahnfüllungen aus Amalgam, vor allem Silberamalgame. Diese enthalten etwa die Hälfte Quecksilber sowie Silber, Zinn, Kupfer, Indium und Zink.

Amalgam bietet klare Vorteile:

  • Es ist langlebig: Fast so stabil wie natürliche Zähne, mit geringer Abnutzung beim Kauen – bis zu acht Jahre Haltbarkeit in Backenzähnen.
  • Die Anwendung ist schnell: Das Gemisch wird eingefüllt und härtet rasch aus.
  • Kariöse Löcher werden komplett ausgefüllt.
  • Es wirkt antibakteriell und schützt vor neuem Karies.
  • Amalgam ist günstig und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen.

Trotzdem wenden Zahnärzte in Deutschland Amalgam seltener an. Gründe: Die silberne Farbe sticht optisch heraus, es kann zu einem metallischen Geschmack führen, und der Quecksilbergehalt sorgt für gesundheitliche Bedenken.

Giftiges Quecksilber aus Amalgamfüllungen?

Amalgam enthält zur Hälfte Quecksilber, das in hohen Dosen Vergiftungen verursachen kann.

Kritiker warnen vor einer Aufnahme ins Körperinnere, z. B. beim Kauen oder Atmen, mit Speicherung in Gewebe und Organen, was Nervensignale, Sauerstofftransport und Herzleistung beeinträchtigen könnte.

Seit Jahrzehnten wird Amalgam intensiv erforscht. Studien konnten keine eindeutigen Gesundheitsrisiken nachweisen. Laut Apotheken-Umschau gibt es keine erhöhte Quecksilberbelastung bei Patienten. Der EU-Ausschuss SCHER (wissenschaftlicher Ausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken) sieht keine bedenklichen Mengenfreisetzungen.

Eine Amalgamfüllung verursacht in der Regel keine Gesundheitsprobleme. Risiken bestehen jedoch beim Einsetzen oder Entfernen: Flüssiges Amalgam kann über Schleimhäute aufgenommen oder in die Luft gelangen. Deutsche Zahnarztpraxen halten strenge Sicherheitsstandards ein.

Risiken von Amalgamfüllungen

Bei Risikogruppen wie Nierenkranken oder Amalgam-Allergikern drohen Probleme. Lassen Sie einen Allergietest beim Zahnarzt durchführen und weisen Sie auf Vorerkrankungen hin.

Trotz Auflagen kann Quecksilber in Umwelt gelangen, sich in Böden und Gewässern anreichern und die Nahrungskette belasten. Die EU diskutiert ein Verbot. Seit Juli 2018 gilt ein Teilverbot: Schwangere und Kinder unter 15 erhalten Amalgam nur in Ausnahmen.

Alternativen zu Amalgam: Die passende Füllung wählen

Wissenschaftlich gilt Amalgam in Deutschland als unbedenklich mit minimaler Quecksilberfreisetzung. Es ist kostengünstig und kassenfinanziert.

Viele Praxen bieten Alternativen wie Keramik, Kunststoff oder Gold. Diese sind optisch ansprechender, passen farblich zum Zahn. Nachteile: Häufigere Allergien (laut Apotheken-Umschau), geringere Stabilität, teurer – Krankenkassen übernehmen nur teilweise.

Sprechen Sie detailliert mit Ihrem Zahnarzt über Vor- und Nachteile. Lassen Sie Allergien prüfen, um die beste Wahl zu treffen.