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8 Gründe, warum die Bewältigung von Angst Ihre Gesundheit schützt – Experten erklären

Angesichts des anhaltenden Stresses durch die Rückkehr zur Schule und Arbeit nach der Pandemie steigt die Angst in der Bevölkerung. Viele erleben sie erstmals oder regelmäßig. Kurzfristige Angst vor Prüfungen oder Umzügen ist normal, doch chronische Angst erfordert aktives Handeln, betonen Experten.

„Ignorieren Sie Angst nicht – das verschlimmert sie“, warnt Sari Chait, PhD, klinische Psychologin. Verdrängung mag kurzfristig Erleichterung bringen, führt aber langfristig zu stärkeren Episoden. „Ständige Angst im Hintergrund raubt die Lebensfreude“, erklärt Chait.

Angst wirkt sich weitreichend aus: Sie stört den Schlaf, Appetit, Konzentration und Produktivität und begünstigt körperliche Erkrankungen. Psychische und körperliche Gesundheit sind eng verknüpft, wie Studien zeigen.

Psychische Gesundheitsexperten erläutern im Folgenden, wie unkontrollierte Angst den Körper belastet – und was Sie tun können.

1. Erhöhter Blutdruck

„Angst treibt Herzfrequenz und Blutdruck hoch“, sagt Chait. Bei kurzfristiger Angst harmlos, bei Chronikern aber riskant für schwere Folgen.

2. Belastung der Herzgesundheit

Panikattacken mit Herzrasen und Schwitzen imitieren Herzinfarkt-Symptome, erklärt Chait. Studien deuten auf häufigere Herzprobleme bei Angstpatienten hin – ein Zusammenhang, den viele Forscher vermuten.

3. Verschlechterte Verdauung

Die Darm-Hirn-Achse erklärt, warum Angst Reizdarmsyndrom (IBS) verschärft. Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) hat sich als effektive IBS-Behandlung bewährt, so Chait.

4. Gewichtsveränderungen

Viele essen bei Angst zu viel oder zu wenig, was zu ungewollter Gewichtszunahme oder -abnahme führt, berichtet Chait.

5. Schwächung des Immunsystems

„Angst mindert die Immunabwehr und macht anfälliger für Infekte“, sagt Dr. Leela R. Magavi, Psychiaterin und Direktorin für Gemeindepsychiatrie. Im Dauer-Kampfmodus fehlen Ressourcen für Immunregeneration, ergänzt Perpetua Neo, PhD, klinische Psychologin.

6. Schlafstörungen

Studien belegen den starken Angst-Schlaf-Link. „Bei Klienten trifft Angst am häufigsten den Schlaf, was alles andere beeinträchtigt“, beobachtet Jasmin Terrany, lizenzierte Mental-Health-Beraterin. Schlafmangel verstärkt Angst in einem Teufelskreis.

7. Hormonelles Ungleichgewicht

Angst stört Zyklen und erschwert Schwangerschaften, sagt Magavi. „Viele Frauen melden unregelmäßige Perioden.“

8. Veränderungen im Gehirn

Chronische Angst vergrößert die Amygdala, dünnt den präfrontalen Cortex aus und schwächt Gedächtnis- und Kreativitätsnetze, warnt Magavi.

Was tun bei gesundheitlichen Auswirkungen?

Die gute Nachricht: Viele Maßnahmen helfen. Experten empfehlen Therapie, insbesondere CBT oder Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). „Diese lehren praktische Fähigkeiten gegen Angst und Rückfälle“, rät Chait. Bei schweren Fällen können Medikamente ergänzen.

Selbsthilfe durch Achtsamkeit nutzt Neuroplastizität zur Rückbildung schädlicher Veränderungen, so Magavi. Probieren Sie:

  • Morgenroutine: Notieren Sie drei geliebte Eigenschaften an sich. Atmen Sie tief und dehnen Sie sich.
  • Grenzen setzen: Fordern Sie Terminvereinbarungen für Nachrichten nach Feierabend. Sprechen Sie mit Vorgesetzten.
  • Dankbarkeit: Bedanken Sie sich täglich bei anderen – therapeutisch wirksam.
  • Achtsamer Spaziergang: Täglich allein oder mit Liebsten reflektieren.
  • Abendreflexion: Drei stolze Momente des Tages bedenken.