Es ist unbestritten: Ruhetage sind essenziell für eine ausgewogene Fitnessroutine. Statt den ganzen Tag auf der Couch zu verbringen, raten erfahrene Trainer zu leichter Aktivität, die den Körper bewegt, ohne zu belasten. Yoga gilt hier oft als ideale Wahl.
„Yoga wird als besonders schonend wahrgenommen, ideal für Ruhetage bei anderen Sportarten“, erklärt Ali Owens, Yogalehrerin bei Yoga Wake Up. „Es steht für Flexibilität und Dehnung.“ Doch nicht alle Yoga-Formen sind gleich sanft. Nicht jede Variante eignet sich für echte Erholung. Die größten Vorteile entfalten sich bei regelmäßiger Praxis – mehr als einmal wöchentlich. Erfahrene Yogalehrerinnen zeigen, warum Yoga seinen Ruf als „Ruhetags-Hobby“ nicht verdient.
Es ist nicht immer entspannend
Wenn Sie am Ruhetag wirklich regenerieren wollen, sind nicht alle Yoga-Stile geeignet. „Viele halten Yoga für super entspannt, ohne echte Anstrengung – doch das hängt vom Stil ab“, sagt Lola Berry, Yogalehrerin und Autorin. „Ein heißer Power-Vinyasa-Kurs bringt Sie zum Schwitzen und sorgt für Muskelkater, besonders bei Ungeübten.“
Trotzdem kann Yoga am Ruhetag passen – bei der richtigen Wahl. „Restorative- oder Yin-Yoga, ruhig, langsam und meditativ, ist perfekt“, empfiehlt Berry. „Es fördert tiefe Griffe für Bänder, Faszien und Sehnen. Im Gegensatz dazu zielen Bikram-, Power- oder Vinyasa-Kurse auf Muskeln ab und sind zu intensiv für Erholung.“
Der Platz für wöchentliche Praxis
Einmal wöchentlich dehnen ist gut, doch Experten fordern mehr für nachhaltige Effekte und Verletzungsprävention. „Yoga-Haltungen müssen konsequent geübt werden“, betont Owens. „Viele kommen nur verletzt zu mir und hören danach auf – bald folgt die nächste Verletzung. Regelmäßigkeit präventiert das.“
Regelmäßiges Yoga bringt mehr: „Tägliche Praxis steigert Flexibilität, Energie, Mobilität, Achtsamkeit, reduziert Stress, Depressionen, Angst und Müdigkeit – für mehr Wohlbefinden“, erklärt Owens. Einmal wöchentlich hilft, mehrmals beschleunigt es Fortschritte.
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Sie müssen nicht stundenlang üben. „Zwei- bis dreimal wöchentlich 15 Minuten, integriert in Workouts, bringen mehr als eine Stunde pro Woche“, rät Stephanie Scott, Yogalehrerin und Mitinhaberin von Studio 6 Pilates and Wellness.
So machen Sie es intensiver
Yoga kann auch kardio sein. „Surya Namaskars (Sonnengrüße) erwärmen und steigern die Herzfrequenz“, sagt Owens. Je nach Fitnesslevel anpassbar. Laura Amis von Studio 6 empfiehlt: Arme über Kopf heben, Tempo steigern, Planks länger halten, doppelte Liegestütze in Chaturanga oder tiefer in Stuhl-/Göttinnen-Pose sinken. So wird Yoga zu einem vollwertigen Training für Flexibilität, Mobilität und Ausdauer.