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Gemüse lieben lernen: 3 Schritte, um Ihr Gehirn umzuprogrammieren – von Neurowissenschaftler Jud Brewer

Es gibt unzählige Ernährungsrichtlinien. Während eine Diät für manche Menschen wirkt, wünschen wir uns oft, einfach die gesunden Lebensmittel zu begehren, die wir als gut kennen. Psychiater und Neurowissenschaftler Jud Brewer, M.D., Ph.D., ist überzeugt: Das ist möglich.

In einer Folge des mbg-Podcasts teilt Brewer praxisnahe Schritte, um unsere Essgewohnheiten zu "hacken" und das Gehirn zu trainieren, gesundes Essen als etwas zu sehen, das wir wollen – nicht nur müssen.

Zuerst das Belohnungssystem verstehen

Der Einstieg in Brewers Strategie, Gemüse zu lieben, beginnt mit einem Blick auf unsere Beziehung zum ultimativen Genussmittel: einem Stück Kuchen.

"Wie lohnend ein Verhalten ist, bestimmt, ob wir es wiederholen", erklärt Brewer. "Beim Essen vergleicht das Gehirn aus Überlebensgründen: Brokkoli oder Schokoladenkuchen? Es sucht Fett und Zucker wegen der Kalorien."

"Das ist ein grundlegender Überlebensmechanismus: Auslöser, Verhalten, Belohnung", sagt er. Es geht nicht nur um den Kuchen, sondern um die Umstände. "Wann essen wir Kuchen? Bei Kindergeburtstagen – mit Eis, Freunden, Geschenken und Spaß."

Diese Faktoren verstärken die Wahrnehmung, dass Kuchen durch Fett und Zucker besonders gut ist.

Mehr achten: Essen und Gefühle beobachten

Gesunde Ernährung bedeutet nicht, schlechte Lebensmittel zu verbieten – das ist oft kontraproduktiv. Brewer plädiert für Achtsamkeit statt Einschränkungen: "Es geht nicht darum, uns zu verteufeln oder Kuchen zu verbieten. Es geht um Achtsamkeit."

Beobachten Sie, wie Sie sich fühlen. So brechen Sie kindliche Gewohnheiten. "Achten Sie beim Essen darauf, wie lohnend es wirklich ist", rät Brewer. Als Erwachsene spüren wir: Zuckerhoch mit Crash oder nachhaltige Energie?

Er beschreibt: "Sie genießen ein Stück Kuchen, sind zufrieden – aber es gibt emotionale und erinnerungsbasierte Aspekte." Stress und Süßigkeiten hängen oft zusammen: "Das lenkt kurz ab, behebt aber nicht die Ursache."

Auf neuen Gewohnheiten aufbauen

Brewer gibt zwei Schlüsselgedanken: "Beim Essen, das schmeckt: Wie viel reicht? Wenn Sie aufhören können, super. Sonst: Essen Sie, achten Sie danach – aktualisieren Sie den Belohnungswert im Gehirn."

Nutzen Sie das Gefühl nach Überessen, um die Wahrnehmung zu ändern – in beide Richtungen. So essen Sie, was guttut, und genießen gelegentlich anderes, falls Sie wollen.

"Wir werden verzaubert von neuen Gewohnheiten, weil sie sich einfach besser anfühlen", fasst Brewer zusammen.