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5 Wege, wie chronischer Stress Ihren Körper belastet – Erkenntnisse von Expertinnen

Mit vollen Terminkalendern und den üblichen großen und kleinen Lebensveränderungen ist Stress für die meisten Menschen Alltag. Wird er jedoch chronisch – also dauerhaft statt vorübergehend –, kann er erhebliche Auswirkungen auf den Körper haben.

Stress wird oft mit geistiger und emotionaler Erschöpfung assoziiert. Während er in Maßen positiv wirken kann, löst chronischer Stress zahlreiche körperliche Probleme aus, die wiederum Kaskadeneffekte erzeugen.

Hier sind fünf typische Folgen, bei denen Stress eine zentrale Rolle spielt:

1. Bauchfett

Stress setzt Cortisol frei, ein Hormon, das die "Kampf-oder-Flucht"-Reaktion unterstützt und Energie für Bedrohungen mobilisiert. Bei langanhaltend hohen Cortisolwerten, wie die in North Carolina ansässige Ernährungsberaterin Molly Devine erklärt, steigt das Risiko für Fettleibigkeit – vor allem im Bauchbereich.

Warum speziell Bauchfett? Cortisol transportiert Glukose aus dem Speicher für den Körper und das Gehirn. Unter chronischem Stress wird diese Glukose nicht verbraucht, Insulin wird freigesetzt und lagert sie im Bauch ein.

Das Problem verschärft sich: Cortisol weckt Heißhunger auf einfache Kohlenhydrate. Viele "Comfort Foods" enthalten Zucker, der die Insulinreaktion und damit Bauchfettansammlung fördert.

2. Verdauungsstörungen

Bei Cortisolausschüttung lenkt der Körper den Blutfluss zu den Gliedmaßen um – weg vom Magen-Darm-Trakt –, wie die in Ontario praktizierende Naturheilkundlerin Olivia Rose beschreibt. Die Folge: Beeinträchtigte Verdauung mit Verstopfung oder Durchfall.

Diese verminderte Durchblutung reduziert zudem die Nährstoffaufnahme, insbesondere B-Vitamine und Vitamin C. "Das löst einen Kaskadeneffekt aus", sagt Rose: "Ungenügende Verdauung belastet den Darm, was zu IBS, Schlaflosigkeit oder Blutdruckschwankungen führen kann."

3. Häufige Infekte

Ähnlich wie beim Verdauungssystem leitet Stress Ressourcen vom Immunsystem ab, betont Rose. "In einer Krise schaltet der Körper Unwichtiges ab – wie die Abwehr gegen Viren oder Bakterien."

Dies ist nur temporär gedacht. Chronischer Stress schwächt die Immunabwehr langfristig und macht anfällig für Erkältungen oder Grippe. Fangen Sie sich ständig Viren ein? Mehr Stressmanagement kann das Immunsystem stärken.

4. Rückenschmerzen

Stress löst Muskelverspannungen aus, besonders in Schultern, Nacken und Lendenwirbelsäule. Laut Johns Hopkins verschlimmern Rauchen (durch Entzündungen), hoher BMI und Bewegungsmangel das Problem.

Stress verstärkt zudem die Schmerzwahrnehmung. Vermeiden Sie dadurch Sport, verschärfen Sie die Lage – denn Bewegung lindert oft sowohl Stress als auch Rückenschmerzen.

5. Hautprobleme und Akne

Olivia Rose beobachtet häufig Stress-induzierte Hautreizungen, besonders bei früheren Akne- oder Ekzempatienten. Stress fördert systemische Entzündungen, die die Haut überreagieren lassen: Ausbrüche, Rötungen, Rosazea oder Schuppung.

Die Haut wird empfindlicher, Cremes können reizen statt helfen.

Ein gesundes Gleichgewicht finden

Angesichts dieser körperlichen, emotionalen und mentalen Effekte lohnt es, Stressfaktoren zu minimieren. Nicht jeder Stress ist schädlich: Sport stresst den Körper positiv und macht stärker.

Ähnlich kann Stress aus Familie oder Job motivieren. Wichtig ist, ihn zu regulieren. Entwickeln Sie Stressabbau-Strategien in ruhigen Phasen, rät Devine: "Warten Sie nicht auf Überforderung – wie bei einem Evakuierungsplan im Brandfall."