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5 gängige Sommer-Gesundheitsmythen enttarnt: Von Quallenstichen bis Flip-Flops – Experten klären auf

Der Sommer bringt Sonne, Strand und Meer – aber auch etliche Gesundheitsmythen. Als Experten der American Cancer Society, American Podiatric Medical Association und weiterer Institutionen haben wir die häufigsten Irrtümer geprüft. So bleiben Sie sicher und informiert.

Mythos #1: Sonnencreme schützt vollständig vor UV-Strahlen

Fakt: Sonnencreme ist essenziell, bietet aber keinen kompletten Schutz. „Sonnenschutz ist wichtig, sollte jedoch nicht die erste Linie der Verteidigung sein“, erklärt Dr. Rick Alteri, medizinischer Redakteur der American Cancer Society. Selbst hohe LSF-Werte lassen UV-Strahlen teilweise durchdringen.

Dr. Alteri rät: Tragen Sie Schutzkleidung, breitkrempigen Hut, UV-blockierende Sonnenbrille und suchen Sie Schatten – besonders von 10 bis 15 Uhr. Folgen Sie stets den Etikettanweisungen für optimale Wirkung und regelmäßiges Nachcremen.

Mythos #2: Flip-Flops sind ideale Sommertreter

Fakt: Flip-Flops passen perfekt zum Sommerlook, fehlen aber an Halt. „Sie bieten keinen Support, was bei längerem Tragen zu Fersenschmerzen oder Plantarfasziitis führen kann“, warnt Podologe James Christina, DPM, CEO der American Podiatric Medical Association.

2014 landeten laut Consumer Product Safety Commission über 25.000 Menschen mit Flip-Flop-Verletzungen in der Notaufnahme. Für Pool und Grill sind sie okay, für Spaziergänge oder Sport empfehlen wir stützende Sneaker: „Man riskiert Stolpern, Verstauchungen an Fuß oder Knöchel.“

Mythos #3: Nach dem Essen 30 Minuten warten, bevor Sie schwimmen

Fakt: Kein wissenschaftlicher Beweis für Krämpfe oder Ertrinkungsrisiko durch Schwimmen nach Essen. Nach einer Mahlzeit fließt Blut vermehrt in den Verdauungstrakt, Arme und Beine bleiben jedoch ausreichend versorgt. Schwimmen Sie beruhigt!

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Mythos #4: Im Sommer müssen Sie mehr Wasser trinken

Fakt: Steigende Temperaturen locken zu mehr Trinken, doch viele sind bereits ausreichend hydriert. Der National Center for Health Statistics berichtet: Männer trinken täglich im Schnitt 14, Frauen 12 Gläser à 240 ml – genug für den Sommer.

„Bedarf hängt von Größe, Gewicht, Ernährung und Aktivität ab“, sagt Dr. Faisal Tawwab von MultiCARE Physicians in Orlando. „Bei wenig Schwitzen reicht die Routine.“ Trinken Sie bei Durst, starkem Schwitzen oder dunklem Urin. Wählen Sie Wasser statt kalorienreicher Sportgetränke.

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Mythos #5: Urin lindert Quallenstiche

Fakt: Jährlich stechen in Florida laut National Science Foundation rund 200.000 Menschen Quallen. Urin hilft nicht – eine Studie in Toxins (2017) zeigt: Er verschlimmert sogar den Schmerz. Auch Zitronensaft oder Rasierschaum scheitern. Beste Therapie: Essig plus Hitze – ohne peinliche Bitten um Hilfe.