Bei Triathlon-Rennen tragen Athleten hastig Sonnencreme auf – oft teilen sie sogar Flaschen, weil viele ihre eigene vergessen haben. Während des Wettkampfs bleibt selten Zeit für eine Nachcremung, da die Uhr tickt. Warum wird der Schutz unserer Haut vor UV-Strahlen oft vernachlässigt, obwohl er unsere langfristige Gesundheit so stark beeinflusst?
Laut dem Skin Cancer Prevention Progress Report 2016 der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ist Hautkrebs die häufigste Krebsart in den USA. Melanome verursachen mehr Todesfälle als andere Hautkrebsarten, und die Raten steigen weiter an – im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten. Besonders alarmierend: Über ein Viertel der Frauen und ein Drittel der Männer nutzen keinen Sonnenschutz, obwohl die meisten Fälle vermeidbar sind.
Allison Arthur, MD, FAAD, Dermatologin am Sand Lake Dermatology Center in Orlando, Florida, gibt Sportlern praxisnahe Tipps zum Schutz vor schädlichen UV-Strahlen:
- Sonnencremes mit physikalischen Blockern wie Zinkoxid und Titandioxid wirken sofort nach dem Auftragen. Chemische Filter wie Avobenzon oder Octinoxat müssen erst absorbiert werden – tragen Sie diese daher 15 Minuten vor dem Sonne ausgesetzt werden auf.
- Der größte Fehler: Keine Nachcremung. Viele cremen nur morgens und fühlen sich sicher. Normalerweise alle zwei Stunden nachcremen – bei Schwitzen oder Schwimmen öfter. Triathleten sollten das idealerweise an Übergangspunkten tun.
- UPF-50+-Kleidung, -Ärmel und -Mützen bieten zusätzlichen Schutz.
- Seien Sie gründlich: Vergessen Sie Nacken, Ohren, Hände und Fußrücken nicht.
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Für Triathlon- oder Laufgruppen: Machen Sie Sonnenschutz zur Routine:
- Jeder nimmt eine reisetaugliche Flasche mit – ideal zum Laufen oder Radfahren.
- Starten Sie jedes Training mit gemeinsamer Cremung.
- Alle zwei Stunden Pausen für Nachcremung einplanen.
- Bei langen Einheiten: Sonnencreme an Verpflegungsstationen bereitstellen.
SELBSTHAUTUNTERSUCHUNG DURCHFÜHREN
Neben Sonnenschutz rät Tsippora Shainhouse, MD, FAAD, Dermatologin in Beverly Hills und klinische Ausbilderin an der University of Southern California, zu monatlichen Selbstuntersuchungen. Nutzen Sie die ABCDE-Regel, um neue oder veränderte Muttermale zu erkennen:
(A) ASYMMETRIE
Wenn das Muttermal nicht symmetrisch rund oder oval ist und keine Mittellinie zwei Hälften spiegelt, vom Dermatologen prüfen lassen.
(B) GRENZEN
Ge-zackte, unscharfe oder unregelmäßige Ränder mit "Einschnitten" oder "Auswüchsen"? Lassen Sie es checken.
(C) FARBE
Veränderte Farbe, dunkler als andere Muttermale oder Mischfarben (hell-/dunkelbraun, schwarz, blau, grau, weiß, rosa, rot)? Abklären.
(D) DURCHMESSER
Größer als 6 mm (Radiergummi-Größe)? Untersuchen lassen. Melanome können aber auch kleiner sein – jedes neue oder veränderte Muttermal zeigen.
(E) ENTWICKELUNG
Das Wichtigste: Verändert sich ein Muttermal? Sofort zum Dermatologen.
Sonnenschutz ist entscheidender als beste Statistiken oder Ausrüstung. Ihre Haut begleitet Sie länger als jedes Rad oder Ihre Bestzeit.