Aufgrund seiner Verbindung zum Marihuana ist Cannabidiol (CBD) oft stigmatisiert. Wie bei vielen Vorurteilen – etwa zu psychischer Gesundheit oder Sucht – basiert dieses Stigma auf Fehlinformationen und mangelndem Wissen über die Komplexität des Themas. Wer sich informieren möchte, stößt schnell auf widersprüchliche Angaben: Die eine Quelle preist CBD als Allheilmittel gegen Schlaflosigkeit, eine andere als natürlichen Energiespender. Mal soll es durch die Haut wirken, mal nicht. Solche Widersprüche erschweren ein klares Bild.
Bei komplexen Themen hilft es oft, erst die Fehler aufzudecken, bevor man zu den Fakten kommt – ähnlich wie bei der Jobsuche: Eine Liste unerwünschter Positionen ist weniger frustrierend als die Wunschliste. Hier sind fünf weit verbreitete Missverständnisse über CBD:
1. CBD stammt ausschließlich aus Hanf.
Ein grundlegender Irrtum! CBD ist eines der vielen Phytocannabinoide in der Cannabis sativa-Pflanze, zu der sowohl Marihuana als auch Hanf gehören. Phytocannabinoide sind pflanzliche Verbindungen, die mit körpereigenen Cannabinoiden verwandt sind. Der Unterschied zwischen Hanf und Marihuana liegt im THC-Gehalt, doch CBD kann aus beiden gewonnen werden.
2. CBD ist einfach THC ohne Rauschwirkung.
Früher stand THC im Mittelpunkt wegen seiner berauschenden Effekte. Heute gewinnt CBD in Medizin und Wellness an Bedeutung. Doch es ist kein "THC light": Beide stammen aus derselben Pflanze, wirken aber grundlegend anders im Körper. CBD ist nicht psychoaktiv im klassischen Sinne, seine einzigartigen Eigenschaften werden unterschätzt, wenn man es nur als rauschfreies THC sieht.
3. CBD ist nicht psychoaktiv.
Um Missverständnisse zu klären: CBD macht nicht high. Der präzisere Begriff ist "nicht berauschend". Psychoaktiv bedeutet Einfluss auf Geist oder Verhalten – und CBD beeinflusst das Gehirn nachweislich, etwa bei Angststörungen, PTBS, Epilepsie oder Depressionen. Viele Experten, darunter ich, bevorzugen daher "nicht berauschend".
4. CBD ist in allen 50 US-Bundesstaaten legal.
Ein Mythos, den ich oft höre – sogar von Verkäufern. Nach US-Bundesrecht gilt CBD als Schedule-I-Substanz, da es aus Cannabis sativa stammt. Ausnahmen erlauben Extraktion und Vertrieb unter strengen Bedingungen, wie dem 2018 Farm Bill für Hanf-CBD. Details finden Sie in Fachliteratur oder aktuellen Gesetzen.
5. CBD ist nur für Wellness-Fans.
Viele assoziieren CBD mit alternativen Lifestyle-Trends wie Kombucha oder Tonmasken. Tatsächlich wurde es von einem israelischen Forscher isoliert und durch Charlotte Figi, ein fünfjähriges Mädchen mit Epilepsie, bekannt. Pioniere sind Eltern, Wissenschaftler und Ärzte – darunter Neurochirurg Dr. Sanjay Gupta, der seine anti-Cannabis-Haltung revidierte. Die Wellness-Szene hat es enthusiastisch aufgegriffen, doch CBD spricht alle an.
Basierend auf einem Auszug aus Alltagsgeheimnisse von CBD-Öl: Ein Lifestyle-Leitfaden für Gesundheit und Wellness aus Hanf von Gretchen Lidicker. Mit Genehmigung des Herausgebers.Und möchten Sie Ihre Leidenschaft für Wohlbefinden in eine Karriere verwandeln? Werden Sie zertifizierter Gesundheitscoach! Erfahren Sie hier mehr.