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Als Wellness-Bloggerin offen über Angststörung: Meine Erfahrung mit Medikamenten und ganzheitlichen Methoden

Gemäß National Alliance on Mental Illness leidet jeder Fünfte in den USA unter einer psychischen Erkrankung. Depressionen sind weltweit die häufigste Ursache für Behinderungen, und 18 Prozent der Erwachsenen leben mit Angststörungen. Traditionelle Wellness-Praktiken helfen enorm, Ausgeglichenheit zu finden – doch sie sind oft nicht die ganze Lösung. Zum Welttag der psychischen Gesundheit teile ich als Wellness-Bloggerin von The Healthy Maven meine persönliche Geschichte und wie ich mit meinem Körper umgehe.

Angst begleitet mich, seit ich denken kann. Rückblickend ergibt alles Sinn. Mein erstes klares Erkennen kam mit 18, als ich aufs College ging. Übergänge lösen bei Prädisponierten oft Angst aus – kein Wunder also, dass ich in einer fremden Stadt, fern von Zuhause, meine "Sorgen" nicht mehr ignorieren konnte.

Während andere Studierende Partys feierten und Freundschaften knüpften, pendelte ich unsichtbar zwischen Schlafsaal und Bibliothek. Die Welt fühlte sich überwältigend an. Neue Kontakte, Lernpensum und Alleinleben – alles zu viel. Ich, die immer sozial und anpassungsfähig gewesen war, fühlte mich isoliert wie nie.

Dieses Jahr war das härteste und wachstumsförderndste meines Lebens. Die quälende Einsamkeit und Angst trieben mich zur Hilfe. Ich erhielt die Diagnose generalisierte Angststörung (GAS) und Depression.

Die Sache mit Angst: Man erholt sich selten davon – man lernt, damit zu leben und umzugehen.

Meine Angst zeigte sich vielfältig: Ich mied soziale Situationen, mein Essverhalten geriet aus dem Gleichgewicht, Verdauungsprobleme plagten mich. Ich fühlte mich nicht mehr wie ich selbst. Doch ich kaschierte es vor meinen Liebsten. Glücklicherweise erkannte ich: Das ist nicht normal. Trotz Stigma suchte ich Hilfe – Therapeuten, dann einen Psychiater. Er erklärte mir die Prozesse in meinem Körper und verschrieb Medikamente gegen Angst und Depression.

Leider änderte sich nicht alles schlagartig. Angst ist ein Dauerbegleiter. In 10 Jahren habe ich sie wie eine alte Bekannte studiert: Auslöser, vulnerabel machende Phasen. Ich nehme weiter Medikamente.

Als Wellness-Expertin schwöre ich auf ganzheitliche Ansätze: Meditation, Yoga, pflanzliche Ernährung, Grenzen setzen, Supplements. Alles unterstützt den Körper und Geist – doch Angst bleibt.

Beweis? Ich versuchte mit psychiatrischer Begleitung, Medikamente abzusetzen. Entzugserscheinungen wie Kurzatmigkeit und Brain Zaps waren hart. Ich ertrug sie, weil ich mich als Gesundheitsbloggerin (The Healthy Maven, Podcast That's So Maven) wie eine Heuchlerin fühlte – abhängig von einer Pille.

Ich musste die negative Geschichte über Medikamente überwinden und akzeptieren, was mir guttut.

Schließlich klangen die Symptome ab – die Angst nicht. Kein Yoga oder Ätheröl half. Die ständige Kontrolle machte mir sogar mehr Angst und blockierte mein Leben. Ich lernte: Akzeptanz ist Schlüssel.

Offenheit gegenüber meinem Publikum war heilsam. Ich teile transparent meine Herausforderungen und Strategien, inklusive Medikamente. Stolz baue ich ein erfolgreiches Business, habe einen tollen Partner und supportive Freunde – trotz Angst. Sie flammt auf, besonders in Übergängen. Dann brauche ich extra Support. Das ist okay.

Ich bin heute dank meiner Angst die, die ich bin – nicht trotz ihr.

Bei psychischen Problemen: Schauen Sie bei der American Psychological Association nach Therapeuten in Ihrer Nähe oder bei der National Alliance on Mental Illness für Ressourcen.