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Genetik steuert Fettverteilung: Studie mit 360.000 Teilnehmern deckt Schlüsselgene auf

Seit Langem wird uns vermittelt, dass Abnehmen nur durch weniger Essen und mehr Sport gelingt. Doch aktuelle Forschung zeigt: Ein gesundes Gewicht zu halten, erfordert weit mehr als Kaloriendefizite oder extremes Training.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie analysierten Wissenschaftler Daten von über 360.000 Personen und mehr als einer Million genetischer Varianten. Sie identifizierten rund 100 Gene, die bestimmen, ob überschüssiges Fett am Bauch oder an Hüften und Gesäß gespeichert wird.

Die Ergebnisse verdeutlichen Geschlechtsunterschiede: Bei Frauen lagern Gene häufiger Fett an Hüften und Oberschenkeln ein, bei Männern am Bauch. Viele dieser Gene wirken sich besonders stark auf Frauen aus, wie die Forscher feststellten.

Bauchfett birgt erhebliche Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Frühere Studien verbinden es zudem mit Diabetes und Bluthochdruck – ein Grund, warum diese Erkenntnisse für betroffene Männer hochrelevant sind.

Solche Forschung lässt vermuten, dass Fettverteilung vorbestimmt ist. Doch sie lädt ein, Druck und Selbstzweifel abzulegen und den Fokus auf machbare Strategien zu legen.

Gleichzeitig unterstreicht die Studie die Wertschätzung personalisierter Gentests. Sie ermöglichen frühe Einblicke in individuelle Risiken und fundierte Gesundheitspläne.