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Neuer Test aus TEDDY-Studie ermöglicht Früherkennung von Typ-1-Diabetes bei Neugeborenen

Die Früherkennung von Typ-1-Diabetes kann schwere Komplikationen verhindern. Die Langzeitstudie Environmental Determinants of Diabetes in the Young (TEDDY) hat wertvolle Daten geliefert, um das Risiko bereits bei der Geburt zu bestimmen.

Jahrelange Daten mit bewährtem Wissen kombinieren

Die TEDDY-Studie begleitete über neun Jahre 7.798 Kinder ab der Geburt. Basierend auf diesen Daten entwickelten Experten einen Test, der bekannte Risikofaktoren wie Genetik, Familiengeschichte und Inselzell-Autoantikörper – etablierte Biomarker für Typ-1-Diabetes – integriert.

"Genetik korreliert stark mit dem Risiko in Familien, doch die meisten Neudiagnostizierten haben keine familiäre Vorbelastung", erklärt Sanjoy Dutta, Vizepräsident Forschung bei JDRF. Einzelne Methoden reichen oft nicht aus – eine Kombination liefert präzisere Vorhersagen.

Die Forscher zeigten: Der kombinierte Ansatz prognostiziert nicht nur Typ-1-Diabetes, sondern auch das Risiko einer Ketoazidose bei der Diagnose, einer potenziell lebensbedrohlichen Komplikation.

"Aktuell erkranken 40 % der Kinder mit Typ-1-Diabetes-Diagnose an Ketoazidose", betont Lauric Ferrat, Ph.D. "Unser Ansatz identifiziert Risikobabys frühzeitig, verhindert Tragödien und setzt Kinder optimal auf den Behandlungsweg – für bessere Gesundheit langfristig."

So funktioniert der innovative Test

Der Test verspricht bessere Lebensqualität für Risikokinder und ist einfach umzusetzen.

"[Die Ergebnisse] zeigen, dass der routinemäßige Fersenstich bei Neugeborenen einen großen Beitrag zur Früherkennung leisten könnte – und vorhersagt, welche Kinder Jahre später Typ-1-Diabetes entwickeln", sagt William Hagopian, klinischer außerordentlicher Professor am Pacific Northwest Diabetes Research Institute.

Der Test wird derzeit in Washington, USA, evaluiert. "Wir streben internationale Einführung an, um die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und Prävention voranzutreiben", fügt Hagopian hinzu.

Dieser Ansatz eignet sich auch für andere genetisch bedingte Erkrankungen wie Zöliakie.