Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 % aus Wasser – ein entscheidender Faktor für grundlegende biologische Prozesse. „Zellen müssen hydratisiert werden, sonst schrumpfen sie zusammen und können ihre Aufgaben nicht effizient erfüllen“, erklärt Robin Foroutan, MS, RD, Sprecherin der Academy of Nutrition and Dietetics. Dazu zählt eine beeinträchtigte Fähigkeit, Umweltgifte auszuscheiden und zu entgiften. Bei Dehydration drohen Benommenheit, Kopfschmerzen oder Verstopfung.
Einfaches Wasser bleibt die beste Wahl. „Es leitet Stoffwechselgifte effektiver aus als Getränke mit gelösten Substanzen wie Kaffee oder Tee“, betont Foroutan. Dennoch können gezielte Zusätze Ihren Schluck Wasser aufwerten und gesundheitliche Vorteile bieten.
Hier empfohlene Hydrations-Booster zum Ausprobieren (und welche Sie überspringen sollten):

Eine Zitronenscheibe verleiht frischen Geschmack und wirkt alkalisch: „Sie gleicht natürliche Säuren im Körper aus“, sagt Foroutan. Besonders nach dem Training reduziert sie Milchsäure, ein Abbauprodukt der Muskelarbeit.

Acetyl-L-Carnitin als Pulver löst sich gut in Wasser auf und schmeckt zitronig. „Es boostet die Mitochondrien, die Kraftwerke unserer Zellen, und hilft, Fett effizienter als Energiequelle zu nutzen“, erklärt Foroutan.

Vitamin B12 ist essenziell für Gehirn, Nervensystem und allgemeine Gesundheit. „Es stammt vor allem aus tierischen Produkten, daher ergänzen viele Vegetarier und Veganer es – selbst Fleischesser können Defizite haben“, warnt Foroutan. „Optimale Werte steigern Energie und Stimmung.“ Täglich eine Pipette in Ihr Wasser mischen.

Wasserstoffwasser gibt's in Flaschen oder günstiger als Tabletten. „Es balanciert Entzündungen aus“, sagt Foroutan. Chronische Low-Grade-Entzündungen sind schädlich; eine Studie im International Journal of Sports Medicine deutet auf Leistungssteigerung beim Training hin.

Sprudelwasser ohne Süßstoffe motiviert wasseraverse Trinker. Studien im American Journal of Clinical Nutrition bestätigen gleiche Hydrationswirkung wie Stillwasser. In Maßen genießen, da es den Zahnschmelz angreifen könnte (besser als Limonade, meint die American Dental Association).

Aktive Menschen verlieren Elektrolyte durch Schweiß und sollten sie intelligent ersetzen. Viele Fertigdrinks enthalten wenig davon plus Zucker – Etiketten prüfen! Alternativen: Tabletten oder Blattgemüse wie Spinat in Smoothies/Salaten, rät Foroutan.

Alkalisches Wasser (höherer pH-Wert) ist teuer und mangels Forschung unnötig (Mayo Clinic, Cleveland Clinic). „Falls gewünscht: Eine Prise Backpulver ins Wasser“, schlägt Foroutan vor.