Inzwischen ist jedem klar, wie entscheidend ausreichend Schlaf ist. Ebenso wichtig: nicht zu viel schlafen. Erwachsene benötigen durchschnittlich 7,5 bis 9 Stunden. Wer regelmäßig mehr braucht, erhält oft keinen qualitativ hochwertigen Schlaf. Als erfahrene Schlafberaterin und mit Rückgriff auf Experten wie Dr. Nishi Bhopal und Prof. Richard K. Bogan teile ich hier zuverlässige Anzeichen für Verschlafen – und wie Sie es in den Griff bekommen.
6 Anzeichen, dass Sie verschlafen
Wie Psychiaterin und Schlafexpertin Dr. Nishi Bhopal gegenüber mbg erklärt, können Störungen wie Schlafapnoe, Narkolepsie oder Restless-Legs-Syndrom zu Hypersomnie führen. "Es gibt auch idiopathische Hypersomnie: übermäßige Tagesmüdigkeit ohne erkennbare Ursache", ergänzt sie.
Hier die wichtigsten Warnsignale:
1. Häufige Kopfschmerzen, besonders morgens
Schlechter Schlaf korreliert stark mit Kopfschmerzen. Nach langem Schlafen wachen Betroffene oft mit anhaltenden Schmerzen auf, die den Tag prägen.
2. Zweiter Wind nachts
Prof. Richard K. Bogan von Somnera beschreibt zirkadiane Schlafverzögerung bei Nachteulen: "Sie bekommen spät abends Energie und haben morgens Mühe, aufzuwachen – oft mit Snooze-Marathons und Schlafträgheit."
3. Ständige Müdigkeit trotz viel Schlaf
Bei idiopathischer Hypersomnie fühlen sich Betroffene trotz langer Nächte unausgeruht. "Mehrere Wecker helfen nicht; es dauert über 30 Minuten, bis das Gehirn anspringt – und dann noch schläfrig", sagt Bogan.
4. Hirnnebel und Konzentrationsprobleme
Verschlafen mindert die Leistungsfähigkeit: "Nicht nur schläfrig, sondern unfähig, klar zu denken, sich zu konzentrieren oder sich zu erinnern", warnt Bogan.
5. Stimmungsschwankungen
Schlafstörungen wie Verschlafen fördern Launenhaftigkeit und sinken Motivation, betont Bogan.
6. Gefahr, jederzeit einzuschlafen
Testen Sie mit der Epworth-Schläfrigkeitsskala: Könnten Sie im Gespräch oder Stau wegdösen? Das erfordert Abklärung, rät Bogan.
Warum Verschlafen gesundheitsschädlich ist
Verschlafen birgt ähnliche Risiken wie Schlafmangel, sagt Bhopal: "Verbindung zu Depressionen, Diabetes, Kopfschmerzen, Herzkrankheiten, Gewichtszunahme und Stoffwechselstörungen." Studien assoziieren es mit Fettleibigkeit und psychischen Erkrankungen – bidirektional verstärkend.
So brechen Sie den Kreislauf: Tipps für erholsamen Schlaf
Bhopal und Bogan raten: Lassen Sie chronische Müdigkeit ärztlich abklären. Hier bewährte Strategien:
1. Fester Schlafrhythmus
Gehen Sie täglich zur gleichen Zeit ins Bett und auf – inklusive Wochenenden, um den circadianen Rhythmus zu stabilisieren, empfiehlt Bhopal.
2. Magnesium-Supplement testen
Magnesium entspannt Körper und Geist.* mbg Sleep Support+ kombiniert es mit Jujube und PharmaGABA für schnelleres Einschlafen und längeren Schlaf.*
3. Durchschlafen fördern
Minimiert Unterbrechungen: Thermostat auf 18 °C (65 °F), Handy aus dem Zimmer, rät Bogan.
4. Lichtmanagement
Vermeiden Sie abends blaues Licht von Geräten (Bogan). Tagsüber helles Licht für Rhythmus (Bhopal).
5. Alkohol und Substanzen reduzieren
Sie stören den Schlaf. Vermeiden Sie vor dem Zubettgehen oder klären Sie Medikamentennebenwirkungen mit dem Arzt, warnt Bhopal.
Schlafhygiene ist essenziell. Bei anhaltenden Problemen: Zum Arzt – für personalisierte Lösungen.