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Schlafpsychiaterin Dr. Nishi Bhopal: Warum Armschlafen Nacken- und Schulterschmerzen verursacht – und 5 effektive Tipps

Unsere Schlafposition beeinflusst maßgeblich die Schlafqualität und damit unsere Lebensqualität. Bestimmte Positionen, wie das Schlafen auf dem Bauch, können Nacken- und Schulterprobleme fördern.

Ein weiterer Übeltäter für Nacken- und Schulterschmerzen: Das Schlafen auf dem Arm. Dr. Nishi Bhopal, Facharztin für Psychiatrie und Schlafmedizin, erklärt für mindbodygreen, warum diese Gewohnheit problematisch ist und wie Sie sie beheben können.

Die Ergonomie des Armschlafens

Wenn Sie seitlich schlafen, kennen Sie das Szenario: Stundenlang liegt der Arm eingeklemmt unter dem Kopf. Oft wachen Sie mit tauben Armen oder steifem Nacken auf.

"Das Schlafen auf dem Arm quetscht Nerven in den Schultern und verschiebt Kopf sowie Wirbelsäule", so Bhopal. Das führt zu Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in Armen und Händen. Langfristig droht eine Entzündung der Rotatorenmanschette.

Besonders bei bestehenden Schulterverletzungen oder Nervenschäden raten Expertinnen dringend davon ab, auf der betroffenen Seite mit dem Arm unter dem Kopf zu schlafen.

5 Tipps für Armschläfer

1. Wählen Sie ein besseres Kissen

Falls Sie Kopf und Kissen auf dem Arm abstützen, ist Ihr Kissen unzureichend – zu flach oder zu weich. Bei Seitenschlaf muss es den Abstand zwischen Kopf und Schulter ausfüllen, um eine neutrale Wirbelsäulenlinie zu gewährleisten. "Nutzen Sie ein Kissen, das Nacken und Kopf optimal stützt", empfiehlt Bhopal.

2. Probieren Sie Rückenschlaf

Bei Schmerzen lohnt es sich, auf dem Rücken zu schlafen, rät Bhopal. Wechseln Sie ggf. die Seite, falls Sie eine bevorzugen.

3. Optimieren Sie die Kissenplatzierung

Neben einem guten Kopfkissen helfen weitere: "Legen Sie ein Kissen zwischen die Knie, um die Hüften auszurichten, und eines vor die Brust, um Schultern zu entlasten", erklärt Bhopal.

4. Dehnen Sie sich

Leichte Schulterrollen und Nackendehnungen lösen Verspannungen. Wärmen Sie sich morgens zuerst auf – z. B. mit einer Dusche oder Bewegung –, da der Körper dann am steifsten ist.

5. Fördern Sie guten Schlaf

Ergänzen Sie mit Schlafhygiene: Nehmen Sie z. B. mbgs sleep support+, stellen Sie 18 °C Raumtemperatur ein, halten Sie feste Schlafzeiten und unterstützen Sie Wohlbefinden durch Ernährung und Sport.

Zusammenfassung

Armschlafen belastet Nacken, Schultern und Schlafqualität. Mit Anpassungen und dem richtigen Kissen machen Sie es sich bequem – ohne den Arm unter dem Kopf. Ihr Körper wird es danken.