Vor etwa vier Jahren bemerkte ich erste ungewöhnliche Symptome: extreme Müdigkeit und Erschöpfung. Besonders alarmierend war ein geschwollener Knoten am Hinterkopf.
Ich suchte meinen Hausarzt auf, der Bluttests anordnete. Alles schien normal, der Knoten wurde als geschwollener Lymphknoten diagnostiziert. Doch ich spürte, dass etwas nicht stimmte – ich kenne meinen Körper zu gut.
Die Beschwerden verschlimmerten sich: Gelenke schwollen an, sodass ich meine Hände kaum zur Faust ballen konnte, Zehen wurden steif und schmerzhaft, der Lymphknoten blieb bestehen.
Die Auswirkungen auf meine Psyche
Diese unerklärlichen Symptome steigerten meinen Stress und meine Angst enorm. Ich fühlte mich depressiv, weil ich keine Ursache fand – ich fürchtete Krebs. Schlimmer noch: Niemand glaubte mir.
Ich litt unter Kurzatmigkeit, Panikattacken, Taubheitsgefühlen in den Händen, trockener Haut, einem Belag auf den Zähnen, geschwollenen Gelenken und schmerzenden Knien. Diese Anfälle kamen plötzlich, doch andere meinten, es sei psychisch.
Nach einem Jahr zweifelten selbst meine Mutter, Frau und Schwester – meine engsten Vertrauten – und vermuteten einen Nervenzusammenbruch. Ehrlich gesagt, war ich am Ende.
Als 17 Jahre nüchterner Alkoholiker kenne ich mentale Kämpfe. Bisher halfen Fitness, Ernährung und Gemeinschaft, doch diesmal reichte es nicht. Auf Rat hin suchte ich einen Psychiater, der Antidepressiva verschrieb – ohne Besserung.
Der Weg zur Diagnose
Ein Freund empfahl Parsley Health, eine Klinik für funktionelle Medizin. Umfangreiche Bluttests zeigten positive antinukleäre Antikörper (ANA), ein Hinweis auf Autoimmunerkrankungen, und hohe Schwermetallbelastungen.
Ich reduzierte Fischkonsum und startete eine Entgiftung. Erleichtert stellte ich die Medikamente ab – doch Symptome blieben.
Zwei Jahre nach Symptombeginn interviewte ich im Podcast mbg-Gründer Jason Wachob, der Dr. Frank Lipman, M.D., empfahl. Lipman vermutete sofort Lyme-Borreliose. Trotz früherer negativer Tests erklärte er, nur spezielle Tests seien zuverlässig.
Die Ergebnisse: Positiv für Lyme-Borreliose und zwei Bartonella-Stämme. Die mentale Erleichterung ließ den Lymphknoten schrumpfen.
Behandlung und Alltagsmanagement
Nach Kooperation mit Lipman wurde ich an Dr. Steven Bock, M.D., Experten für Lyme, vermittelt. Seit über einem Jahr erhalte ich UV-Blutbestrahlung (UBI) und supportive Oligonukleotid-Therapie (SOT).
Diese Therapien halfen mir, sind aber nicht für alle zugänglich. Ohne Heilung gilt: Handeln! Für mich zählen Bewegung, Ernährung und Routine.
Ernährung: Ich meide Entzündungsförderer wie Gluten, Milch, manche Getreide und Hülsenfrüchte. Fokus auf Protein, Gemüse, Hafer, Reis, Süßkartoffeln. Fisch 2x wöchentlich, quecksilberarm. Täglich gleiches Frühstück: glutenfreie Haferflocken mit pflanzlichem Protein, Vitamin D3, Omega-3, Chiasamen, Himalaya-Salz, Leinsamen, Ceylon-Zimt, Mandeln, Kürbiskerne und Heidelbeeren – mein "Creatures of Habit" (melden Sie sich auf der Website!).
Bewegung: Als Ex-Kickboxer, Marathonläufer und Bodybuilder gehe ich täglich ins Gym – das hält mich stabil.
Routine: Morgens um 5 Uhr: 15 Sekunden Lächeln (löst Serotonin aus), Dankbarkeit visualisieren, 10 Min. Meditation, Wim-Hof-Atmung, Gebet, Liegestütze, Kaffee, Journaling – vor dem Training.
Mein Rat an Betroffene
Viele Mediziner erkennen Lyme nicht an. Nach meiner Social-Media-Teilung hagelte Kritik. Als Unternehmer bin ich robust, doch andere könnten aufgeben.
Tipp: Ignorieren Sie Zweifler, sprechen Sie weiter über Symptome – Isolation ist schlimmer. Suchen Sie Unterstützung:
- Funktionelle Medizin: Bei unklarer Diagnose: Lokalen Spezialisten finden.
- Therapie: Einen vertrauensvollen Therapeuten aufsuchen, um Familie zu entlasten.
Es gibt Lösungen – ich bin der Beweis. Von täglicher Todesangst zur Kontrolle: Trennen Sie Körper und Psyche, für Erfolg.