Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) im Februar 2016 war ein Schock. Doch was ich zunächst als Fluch empfand, entpuppte sich als Wendepunkt. Heute bin ich gesünder und achtsamer mit meinem Körper als je zuvor – dank meines Immunsystems, das mich zu diesem Wandel antrieb.
Vor der Diagnose war ich zwar schlank, aber keineswegs vital. Ich aß ungesunde Kleinigkeiten, schlief zu wenig, fühlte mich aber grundsätzlich gut. Bei Untersuchungen wegen chronischer Rückenschmerzen entdeckten MRTs eine Läsion an der Wirbelsäule und mehrere im Gehirn. Ich war leicht müde, hatte aber keine typischen MS-Symptome. Medikamente lehnte ich ab, da die Nebenwirkungen für mich überwiegen.
Erst im Sommer darauf kamen extreme Müdigkeit, hitzebedingtes Kribbeln, Taubheit und eine Optikusneuritis hinzu. Mein Mann schlug vor, vegan zu leben – aus moralischen Gründen stimmte ich zu. Der Verzicht fühlte sich befreiend an, und ich fragte mich, was Ernährung noch für meine MS tun könnte.
Die Lebensmittel und Strategien, die mir helfen, MS zu kontrollieren
Recherchen zu „vegan und MS“ führten mich zur Swank-Diät und Overcoming MS (OMS)-Diät. Basierend auf über 50 Jahren Forschung von Dr. Swank zeigten Patienten mit unter 15 g gesättigten Fetten täglich eine 95-prozentige Erfolgsrate beim Stoppen des Krankheitsfortschritts. Ich bestellte das Buch und startete sofort.
Swank-Diät-Regeln:
- Gesättigte Fette (schlechte Öle) < 15 g/Tag.
- Ungesättigte Fette (gute Öle) 30–50 g/Tag für Energie.
- Ausreichend Ruhe.
- Niedrigen Stresspegel halten.
OMS-Diät baut darauf auf:
- Kein Fleisch oder Milchprodukte.
- Vitamin D durch Sonne sichern.
- Regelmäßiger Sport.
- Tägliche Meditation.
Acht Monate nach Diagnose, vier Monate nach Diätstart: Follow-up-MRTs zeigten, dass alle Läsionen verschwunden oder stark geschrumpft waren. Tränen der Erleichterung – ich hatte Kontrolle!
Warum ich für meine MS dankbar bin
Die MRT-Ergebnisse waren beeindruckend, doch die Veränderungen gehen tiefer. Als zertifizierte Ernährungs- und Wellnessberaterin teile ich meine Erfahrungen:
1. Tägliches Fitnessstudio ist zur Leidenschaft geworden
Fünf bis sechs Mal wöchentlich hebe ich Gewichte und mache Cardio – vor MS unvorstellbar. Bei 100+ Treppen im Steppensteiger spüre ich: Ich bin stärker als die Krankheit.
2. Sauberste Ernährung ever
Ich wähle bewusst, was meinem Körper guttut – für langfristige Gesundheit, nicht aus Zwang.
3. Mehr Wertschätzung für meinen Körper
Mein Körper arbeitet mit mir. Das macht Diät und Training motivierend.
4. Meine Berufung gefunden
Ernährung und Bewegung wirken – trotz skeptischer Ärzte. Deshalb berate ich andere als zertifizierte Expertin.
5. Ich fühle mich im Griff
MS habe ich nicht gewählt, aber wie ich damit lebe. Zu meinen Bedingungen.
Heute fühle ich mich topfit: Dank pflanzlicher Ernährung, wenig gesättigten Fetten, Sport und positiver Einstellung. Aus MS-Zitronen habe ich die süßeste Limonade gemacht.
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