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Zink und Immunsystem: So unterstützt das Spurenelement Ihre Abwehrkräfte – Experten erklären

Das Immunsystem ist ein komplexer Prozess, der auf verschiedenen Nährstoffen basiert – insbesondere Zink. Studien belegen, dass Zink in mehreren Bereichen Ihres Immunsystems eine Schlüsselrolle spielt.* Doch wie genau fördert Zink Ihre Immunität und wie erkennen Sie einen Mangel? Lassen Sie uns das genauer betrachten.

Zink: Ein unverzichtbares Spurenelement

Zink ist ein essenzielles Spurenelement und nach Eisen das zweithäufigste Mineral im Körper. „Essentiell“ bedeutet, dass der Körper es nicht selbst produzieren kann. Sie müssen es täglich über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Obwohl nur kleine Mengen benötigt werden, ist es für zahlreiche Prozesse unerlässlich.

Zink ist an der Aktivität von über 100 Enzymen beteiligt, die für DNA-Synthese, Proteinsynthese, Sinneswahrnehmung (Sehen, Schmecken, Riechen), Immunfunktion, Zellwachstum, -teilung und Stoffwechsel entscheidend sind.*

Zink und Ihr Immunsystem

Eine der prominentesten Funktionen von Zink liegt in der Stärkung des Immunsystems. Es trägt zur Bildung von Antikörpern bei, die den Körper vor Bakterien, Viren und anderen Erregern schützen. „Das ist eine der wichtigsten Verteidigungsstrategien des Körpers“, erklärt Vincent M. Pedre, M.D., zertifizierter Internist und mbg-Kollektivmitglied.*

Forschung zeigt, dass zentrale Immunzellen des angeborenen und adaptiven Immunsystems – wie Monozyten, natürliche Killerzellen, Neutrophile, B- und T-Zellen – für Entwicklung und Schutz auf Zink angewiesen sind. Ein Mangel kann die Immunresistenz schwächen, während eine Supplementierung die Funktion optimiert.*

Zudem wirkt Zink antioxidativ, stärkt natürliche Abwehrmechanismen, hemmt Entzündungen und bekämpft oxidativen Stress.*

Ashley Jordan Ferira, Ph.D., RDN, Vizepräsidentin für wissenschaftliche Angelegenheiten bei mbg, fasst zusammen: „Zink ist ein essenzielles Mikromineral für das Immunsystem auf vielfältige Weise – von der Widerstandsfähigkeit über Entzündungsreaktionen bis hin zur Heilung.“*

Hier erfahren Sie mehr über die umfassenden Vorteile von Zink. Die immunstärkende Wirkung setzt natürlich voraus, dass Sie täglich ausreichend Zink aufnehmen.

Zinkmangel: Häufig und unterschätzt

Da der Körper Zink nicht speichern kann, muss es kontinuierlich zugeführt werden. Dennoch erreichen 15 % der US-Erwachsenen nicht die empfohlene Menge.

Ferira betont: „Rund 40 Millionen Amerikaner haben eine Zinklücke – oft ohne es zu wissen.“

Bei Älteren über 71 Jahren ist der Mangelprävalenz höher, da die Absorption nachlässt. Sie sollten ihre Immunfunktion besonders im Blick behalten.

Vegetarier und Veganer sind gefährdet, da Fleisch und Meeresfrüchte reich an Zink sind und pflanzliche Quellen durch Phytate weniger bioverfügbar. „Anti-Nährstoffe wie Phytate reduzieren die Aufnahme“, erklärt Ferira. Heather Moday, M.D., integrative Allergologin und Immunologin, stimmt zu.

Frühe Symptome sind Appetitlosigkeit und geschwächte Immunität; langfristig treten Defizite auf.

Wie viel Zink benötigen Sie?

Frauen brauchen mindestens 8 mg/Tag, Männer 11 mg. Schwangere: 11 mg, Stillende: 12 mg.

Ferira, Ernährungswissenschaftlerin, rät: Das sind Mindestwerte. Für optimale Gesundheit und Immununterstützung könnten 15–30 mg ideal sein.

Die Form zählt: Zinkbisglycinat ist überlegen, da hoch bioverfügbar, darmfreundlich und effektiver bei der Erhöhung der Zinkspiegel im Blut. Es verursacht weniger Magenbeschwerden als Gluconat, Picolinat oder Oxid.

Mögliche Nebenwirkungen

Hochwertige Zinkpräparate sind sicher. Überdosierung kann zu Magen-Darm-Problemen führen. Bleiben Sie unter 40 mg/Tag (UL), um die Aufnahme von Kupfer, Eisen und Magnesium nicht zu stören.

Konsultieren Sie immer Ihren Arzt bei Medikamenteneinnahme.

Zusammenfassung

Zink ist essenziell für ein starkes Immunsystem: Es fördert Antikörper, Immunzellen wie Killer- und T-Zellen, Heilung und Hautbarriere. Stellen Sie tägliche Zufuhr über Ernährung und qualitativ hochwertige Ergänzungen sicher.*

Wenn Sie schwanger sind, stillen oder Medikamente nehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Supplementierung. Eine Beratung durch Fachpersonal ist immer ratsam.