Eine echte Chlorallergie ist selten, doch Reizungen durch Chlorverbindungen an Haut und Augen treten häufiger auf. Als Experten für Allergien erklären wir die typischen Anzeichen und wie Sie sich richtig helfen lassen können.
Ursachen einer Chlorallergie
Bei einer Chlorallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Chlorverbindungen, etwa im gechlorten Schwimmbadwasser. Solche Allergien sind jedoch rar. Meist handelt es sich um Reizungen der Haut, Augen und Schleimhäute. Die Beschwerden treten unmittelbar nach dem Baden auf – bei Allergikern oder Neurodermitis-Patienten oft stärker ausgeprägt.
Typische Symptome einer Chlorallergie
Nach Angaben von Allergiespezialisten können folgende Symptome nach einem Schwimmbadbesuch auf eine Reaktion gegen Chlor hindeuten:
- Hautausschlag
- Pusteln und Quaddeln
- Hautrötungen
- Juckreiz
- Augenreizungen
- Kreislaufprobleme
- Atemnot
Wichtig: Nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten, und ihre Intensität variiert individuell. Schwere Anzeichen wie Kreislaufstörungen oder Atemnot deuten selten auf bloße Reizungen hin. Suchen Sie in solchen Fällen umgehend einen Arzt auf und lassen Sie eine Chlorallergie abklären.
Was tun bei Verdacht auf Chlorallergie?
Tritt Chlor regelmäßig Symptome aus, prüft Ihr Arzt durch Krankheitsgeschichte, Blut- und Hauttests sowie ggf. einen Provokationstest, ob eine Allergie vorliegt. Die Reaktion auf das Allergen gibt den Ausschlag.
Bei leichten Reizungen, die schnell abklingen, reicht es, nach dem Baden mit kühlem Wasser abzuduschen und Chlorreste zu entfernen. Vorbeugend eincremen schützt die Haut vor Austrocknung.
Bei bestätigter Chlorallergie Chlor meiden: Öffentliche Bäder (die meist chloren), chlorhaltige Nahrungsmittel (z. B. Chlorin) und chlorfreie Reiniger im Haushalt wählen. Besonders bei Jodmangel kann langfristige Chlorbelastung schaden.