Es gibt unzählige Wege, Selbstfürsorge zu praktizieren. Doch wenn wir viel Zeit zu Hause verbringen, fehlen oft frische Ideen für Maßnahmen, die wirklich wirken. Glücklicherweise umfasst Selbstfürsorge weit mehr, als viele denken.
„Selbstfürsorge bedeutet, sich bewusst gesundheitsfördernde Gedanken und Verhaltensweisen anzueignen sowie Emotionen zu kultivieren, die dem Wohlbefinden dienen“, erklärt Peggy DeLong, PsyD, Autorin und Psychologin. Viele fokussieren sich nur auf Verhaltensweisen. „Oft übersehen wird die gezielte Förderung positiver Emotionen, die nachweislich körperliches und psychisches Wohlbefinden stärken.“
Das Bemerkenswerte: Indem wir positive Gefühle priorisieren, fällt es leichter, nachhaltig auf unser Wohlbefinden zu achten – inklusive Sport und gesunder Ernährung. Hier sind 10 von Expert:innen validierte Selbstfürsorge-Praktiken, die gute Laune fördern.
1. Üben Sie absichtliche Unvollkommenheit
Perfektionismus sabotiert uns oft, etwa beim Erreichen von Zielen. Probieren Sie stattdessen einen „unvollkommenen“ Ansatz: „Wählen Sie bewusst eine Aktivität, die Sie nur zu 50, 60 oder 70 % ‚perfekt‘ umsetzen“, rät Nora Gerardi, PsyD, lizenzierte klinische Psychologin. „Raum für Fehler schafft reduziert Stress und motiviert, Aufgaben anzugehen.“
Anwendung: Statt „3 Meilen in 9-Minuten-Tempo“ sagen Sie: „Ich gebe mir heute 70 % und bin mit weniger als 3 Meilen zufrieden.“
2. Seien Sie kreativ im Kontakt zu anderen
„Forschung zeigt: Beziehungen sind der wichtigste Glücksfaktor“, betont DeLong. „In der Pandemie litten viele darunter, da übliche Treffen fehlten.“ Werden Sie kreativ, um sicher zu connecten.
Wählen Sie bei der Kasse die Schlange mit Menschen statt der Maschine. Sprechen Sie mit Vor- oder Nachbarn (unter Einhaltung von Abstand), nennen Sie den Kassierer beim Namen. Solche Interaktionen boosten die Stimmung, bekämpfen Einsamkeit und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
3. Nehmen Sie Stricken, Häkeln oder Nähen auf
„Diese Hobbys fordern Präsenz, da Stiche präzise sein müssen“, sagt Erika Martinez, PsyD, lizenzierte Psychologin. „Sie regen Kreativität an, entspannen ohne Bildschirm und eignen sich ideal vor dem Schlafengehen. Kreatives Tun wechselt Perspektiven – hilfreich für anspruchsvolle Ziele.“
4. Reflektieren Sie über Ihre Werte
„Die wirksamste Selbstfürsorge passt zu Ihren Werten“, teilt Lindsay Carter, Beraterin. Identifizieren Sie Werte in Bereichen wie Persönlichem, Beruf, Sozialem, Spirituellem und Gesundheit. Schreiben Sie auf: „Welche Aktivitäten priorisieren diese Werte täglich?“
Das erleichtert Ziele wie Ernährung und Sport: Statt „Abnehmen“ verbinden Sie es mit „Energie für Familie“ oder „Vorbild sein“.
5. Lassen Sie Wut raus
Manchmal muss Negatives verarbeitet werden, um Positives zu spüren. Schreien Sie in ein Kissen bei Frust, rät Kelly O’Sullivan, lizenzierte klinische Sozialarbeiterin. „Wut ist normal – sie rauszulassen ist gesund.“
6. Überschätzen Sie Ihre Grenzen bewusst
Mit Homeoffice verschwimmen Grenzen. „Trennen Sie Arbeit und Heim klar“, empfiehlt Psychotherapeut Austin Hunter. Das verbessert das emotionale Gleichgewicht.
7. Erstellen Sie eine „Komfort-Liste“
„Notieren Sie tröstende Dinge oder Aktivitäten“, sagt Burnout-Coach Dr. Kate Steiner. Ihre Liste: Kuschelpullover, Hund, Hallmark-Filme, Mac & Cheese. „Bei Stress greife ich darauf zurück – wie bei einem Kind.“
8. Räumen Sie Unordnung weg
„Physische Ordnung klärt den Geist“, erklärt Martinez. Starten Sie klein (z. B. Müllschublade), steigern Sie sich zu Schrank oder Garage.
9. Werden Sie Pflanzeneltern
„Pflanzen pflegen lenkt von Stress ab und gibt Sinn“, rät Emily Schickli, zertifizierte Yoga- und Meditationslehrerin. Vorteile: Verantwortung, Kontrolle, Erdung. Tipp: Kaktus (wenig Gießen), Microgreens (schnell), Friedenslilie (schattig).
10. Finden Sie Ihren Beruhigungssatz
„Ohne Pause aus Gedankenkarussells keine Selbstfürsorge“, warnt kognitive Verhaltenstherapeutin Nicole Nina. Mantras wie „Ich bin sicher“ oder „Das geht vorbei“ schaffen Raum für Reflexion.
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