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Frühes Aufstehen: Warum Morgenmenschen glücklicher und gesünder sind – Studie offenbart Zusammenhänge

Verbringen Sie den Morgen lieber mit der Schlummertaste und unter der Decke? Das könnte Ihre Stimmung belasten. Früaufsteher sind laut einer neuen Studie in Nature Communications glücklicher und gesünder als Langschläfer.

Die Forscher analysierten Daten von rund 700.000 Personen und identifizierten 351 genetische Faktoren, die die Präferenz für Morgen- oder Abendtypen bestimmen. Gene, die mit Morgenmenschen assoziiert sind, hängen zudem mit besserer psychischer Gesundheit zusammen. Studie-Co-Autor Michael Weedon, PhD und außerordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Exeter, sieht hier einen klaren Bezug zur gesellschaftlichen Arbeitskultur.

„Morgenmenschen passen besser in eine 9-to-5-Gesellschaft“, erklärt er. „Abendtypen haben oft Probleme, pünktlich aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.“

Konventionelle Arbeitszeiten zwingen Nachteulen, gegen ihre innere Uhr anzukämpfen – mit höherem Risiko für psychische Probleme wie Depressionen. Eine Studie aus 2018 zeigte: Wer morgens schwer aus dem Bett kommt, stirbt früher als Früaufsteher.

Stimmungsaufhellende Gewohnheiten von Früaufstehern

1. Engagement für Fitness

Früher Aufbruch erhöht die Chance auf Bewegung und einen festen Trainingsplan – und Sport boostet das Glücksgefühl massiv. Früaufsteher sind aktiver als Langschläfer. Eine Studie in SLEEP fand: Nachtschwärmer überspringen Workouts öfter und finden leichter Ausreden.

Dr. Nitun Verma, Schlafmediziner und Sprecher der American Academy of Sleep Medicine, betont: Nachtschwärmer gehen oft zwei Stunden später ins Bett. „Eine Stunde früher aufstehen fühlt sich für sie wie drei Stunden an. Ideal: Draußen trainieren – das Morgenlicht erleichtert den Start.“

2. Gesündere Ernährung

Studien belegen: Eine ausgewogene Ernährung senkt das Depressionsrisiko. Wer länger schläft, hat weniger Zeit für ein nährstoffreiches Frühstück. Laut Appetite essen Langschläfer täglich 250 Kalorien mehr und doppelt so viel Fast Food. Früaufsteher wählen gesünder – vom Frühstück bis abends, wie eine weitere Studie zeigt.

3. Besserer Schlaf

Unruhiger Schlaf macht mürbe – und ist bei Langschläfern häufiger. Eine 2019er SLEEP-Studie ergab: Früaufsteher schlafen tiefer, haben regelmäßigere Rhythmen und sind tagsüber weniger müde.

Trotz der Belege rät Weedon nicht, sich gewaltsam umzustellen: „Es gibt angeborene Unterschiede in der Körperuhr. Flexible Arbeitszeiten sollten das berücksichtigen, damit jeder seiner inneren Uhr folgen kann.“