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20 Minuten weniger Facebook täglich: Studie der Ruhr-Uni Bochum zeigt mehr Glück und Gesundheit

Wir alle kennen das: Endloses Scrollen auf Facebook, gefolgt von der Frage, ob das zu viel ist. Kann eine Reduzierung der Nutzungszeit unser Leben wirklich verbessern?

Ein Team von Psychologen der Ruhr-Universität Bochum hat genau das untersucht. In einer Studie mit fast 300 Teilnehmern führten 20 Minuten weniger Facebook-Zeit pro Tag zu spürbaren Verbesserungen in mehreren Bereichen.

Die Probanden nutzten Facebook im Schnitt eine Stunde täglich. Andere Daten deuten darauf hin, dass wir insgesamt bis zu zweieinhalb Stunden auf Social Media verbringen.

Wie viel weniger reicht aus?

Alle Teilnehmer verbrachten mindestens 25 Minuten täglich auf Facebook, im Durchschnitt eine Stunde. Das Forscherteam teilte sie in zwei Gruppen: 140 Personen reduzierten ihre Nutzung um 20 Minuten, die Kontrollgruppe blieb bei der Gewohnheit.

Nach nur zwei Wochen berichteten die Reduzierer von mehr körperlicher Aktivität, weniger gerauchten Zigaretten, abnehmenden depressiven Symptomen, höherer Lebenszufriedenheit und geringeren Facebook-Suchtsymptomen. Das Scrollen scheint eine Gewohnheit zu sein, die sich schnell ablegen lässt.

Diese Effekte hielten an: "Die Verbesserungen des Wohlbefindens und des gesünderen Lebensstils bestanden bis zu den letzten Messungen drei Monate nach dem Experiment", erklärt Hauptautorin Julia Brailovskaia, Ph.D.

Warum weniger so viel bewirkt

Bei Social Media unterscheidet man aktive (z. B. Posten) und passive Nutzung (Scrollen). Letztere fördert Vergleiche, Neid und Depressionen.

Die 20-Minuten-Reduktion minderte beides. "Gerade passiver Konsum führt zu Vergleichen und mindert das Wohlbefinden", betont Brailovskaia.

Sie müssen Facebook nicht komplett meiden. 20 Minuten weniger schaffen Raum für Wichtigeres. Tipp: Ersetzen Sie Scrollzeit abends durch eine 15-minütige Schlafmeditation.