Seit Magnesiumkapseln und Kollagenpulver nun sogar in Modegeschäften und Drogerien zu finden sind, ist klar: Nahrungsergänzungsmittel – eine Branche mit 37 Milliarden US-Dollar Umsatz und steigender Tendenz – gehören zu unserem Alltag.
Sie ergänzen eine ausgewogene Ernährung sinnvoll, wo Lücken entstehen (sie ersetzen sie jedoch nicht). Viele sind wissenschaftlich fundiert: Kalzium und Vitamin D stärken die Knochen, die Omega-3-Fettsäure DHA unterstützt Gehirn, Augen und Gelenke, Folsäure mindert das Risiko bestimmter Geburtsdefekte. Dennoch gilt: Informieren Sie sich über Dosierungen und mögliche Auswirkungen auf den Körper.
Beispiel: Hohe Dosen Biotin (Vitamin B7), beliebt für Haut, Haare und Nägel, können Labortests verfälschen. Recherchieren Sie daher gründlich – und sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Über 60 % der Millennials halten es nicht für nötig, ihren Arzt über neue Vitamine oder Ergänzungen zu informieren.
Ärzte, Apotheker und Ernährungsberater sollten stets im Bilde sein. Eine Umfrage unter 500 US-Erwachsenen zeigt: Über 60 % der Millennials sehen keine Notwendigkeit. Fast 40 % der Personen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ahnen nicht, dass Ergänzungen deren Wirkung beeinflussen können.
Ergänzungen können mit Medikamenten interagieren.
Die hochaktiven Inhaltsstoffe mancher Präparate verändern Absorption, Stoffwechsel oder Ausscheidung von Arzneimitteln – mit der Folge, dass zu viel oder zu wenig Wirkstoff wirkt.
Das personalisierte Ernährungsprogramm Persona (ehemals Vitamin Packs) adressiert dies: Es prüft über 650 potenzielle Interaktionen basierend auf Ihren Angaben zu Lebensstil, Ernährung, Gesundheit und Zielen. Bei Unsicherheiten stehen Ernährungsberater und registrierte Diätassistenten zur Verfügung.
„Bestimmte Ergänzungen interagieren mit Medikamenten“, warnt Michael Roizen, M.D., Chief Wellness Officer der Cleveland Clinic und Mitglied des Persona-Medizinbeirats. Beispiele: Johanniskraut kann Antidepressiva oder Verhütungsmittel abschwächen, Vitamin K Blutverdünner, Antioxidantien wie Vitamin C Chemotherapien.
Zusammenfassend: Eine Supplement-Routine versorgt den Körper optimal – doch sie ist individuell. Fragen Sie bei neuen Ergänzungen immer Ihren Arzt, auch bei Beauty-Pulvern.