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Warum allgemeine Abnehm-Tipps von Ärzten scheitern – Erkenntnisse aus Duke-Studie

Wenn Sie mit Ihrem Arzt über Gewichtsabnahme gesprochen haben, kennen Sie die klassischen Ratschläge: „Weniger essen, mehr bewegen“ oder „Kalorien erhöhen“. Solche allgemeinen Empfehlungen sind oft ungeeignet, demoralisierend und – wie neue Forschung zeigt – unwirksam. Abnehmen? Einfach mehr trainieren. Klingt einfach, ist es für die meisten aber nicht.

Eine Studie der Duke University ergab: Patienten mit allgemeinen Tipps wie „mehr Sport“ nahmen weniger Gewicht ab als solche mit spezifischen Anleitungen.

„Einfach abnehmen oder sich mehr bewegen zu sagen, wirkt nicht“, erklärt Gary Bennett, Professor für Psychologie an der Duke University. „Ärzte sollten Patienten zu konkreten Programmen ermutigen.“

Die Studie mit 134 übergewichtigen Teilnehmern, meist Frauen mit Bluthochdruck oder Diabetes, bot ein umfassendes Programm: maßgeschneiderte Ziele, Schulungen, Trainer-Anrufe und Tipps per SMS.

Teilnehmer hatten regelmäßige Check-ins. Manche erhielten vage Ratschläge wie „abnehmen“ oder „mehr trainieren“, andere spezifische Empfehlungen, z. B. Kontakt zu Coaches. Die Letzteren verloren im Schnitt 7 Pfund mehr.

Empathische Ärzte verstärkten den Effekt: Patienten, die ihre Ärzte als einfühlsam wahrnahmen, nahmen ebenfalls 7 Pfund mehr ab.

Diese Ergebnisse zeigen: Individuelle Beratung ist entscheidend. Ärzte sollten über Standardtipps hinausgehen und bei Bedarf zu Spezialisten wie Ernährungsberatern oder Coaches verweisen.

Für Patienten: Fordern Sie detaillierte Pläne und Follow-ups. Wie Co-Autorin Megan McVay von der University of Florida betont, schafft das Verantwortung und Motivation.

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