Laura Dern ist vor allem für ihre preisgekrönten Rollen in Marriage Story, Kleine Frauen und Big Little Lies bekannt. Doch jenseits der Leinwand ist die in Los Angeles geborene und aufgewachsene Schauspielerin eine engagierte Aktivistin, stolze Mutter und Vorbild für echtes Wohlbefinden.
Das Team von mindbodygreen (mbg) sprach exklusiv mit Laura und gewann Einblicke in ihre bewährten Gesundheitsroutinen, ihre neuen Ansätze zur Selbstfürsorge und ihre aktuellen Hilfsinitiativen.
Über ihre Gesundheitsroutinen – und wie sie sich in der Pandemie wandelten
Meditation, insbesondere Transzendentale Meditation (TM), und regelmäßige Bewegung waren über Jahre hinweg die Säulen von Lauras Wellness-Praxis. "Wenn ich konsequent meditiere, ist es ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens", erklärt sie. "Bewegung umfasst für mich alles von Yoga bis hin zu intensivem Training für Filmrollen."
Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat sich ihre Routine jedoch grundlegend verändert – mit neuen Prioritäten.
Es ist faszinierend: Die Pandemie hat uns alle zu einem Erwachen gezwungen und die Chance geboten, unser Wohlbefinden ganzheitlich zu betrachten.
Sie ergänzt: "Ich habe tiefer gegraben – für mich und meine Kinder –, um herauszufinden, was individuell wirklich wirkt: für Gesundheit, Ausdauer und Stimmung."
In dieser Phase entdeckte Laura eine neue Wertschätzung für die Natur. "In städtischen Gebieten mit hohen Infektionszahlen ist es ein echtes Privileg, Zeit in der Natur zu verbringen", sagt sie. "Früher musste ich meine Kinder zum Spazierengehen mit dem Hund überreden – jetzt brauchen sie es genauso dringend wie er: frische Luft, Sonne. Wanderwege und Parks, die nun wieder geöffnet sind, machen einen riesigen Unterschied."
Diese Erdverbundenheit spiegelt sich auch in ihrer Ernährungsphilosophie wider. In einem früheren mbg-Interview erzählte Laura, wie ihre Mutter Diane Ladd und Großmutter sie lehrten, achtsam mit Lebensmitteln umzugehen: "Was kommt aus der Erde, wie wird es behandelt, und wie wirkt es auf unseren Körper?" Deshalb setzt sie sich für bezahlbare Bio-Produkte ein. "Gerade in dieser vulnerablen Pandemiezeiten: Wie können wir uns chemiefrei ernähren und wissen, was auf unseren Teller kommt?"
Über ihre erweiterte Definition von Selbstfürsorge
Mitten im Lockdown widmet sich Laura mit ihrer Familie nicht nur dem eigenen Wohlbefinden, sondern auch hilfreichen Taten. Als lebenslange Aktivistin hat sie diesen Geist an ihre Kinder weitergegeben. "Meine Tochter machte mich darauf aufmerksam, dass viele junge Leute helfen wollten, aber nur Spendenaufrufe hörten – das ließ sie sich machtlos fühlen", berichtet sie. Daraufhin startete ihre Tochter mit Freunden den Instagram-Account All Good Deeds 2020, der Ideen für kleine Akte der Güte in der Nachbarschaft teilt.
"Sie inspirierte uns, täglich aktiv zu werden: Meinem Vater eine Torte bringen, Einkäufe für Verwandte erledigen, Nachbarn Blumen schenken, vor Pflegeheimen singen oder Lieferanten danken, die unser Leben tragen."
In der Stille der Pandemie erweiterte sich für Laura die Selbstfürsorge um Aktivismus. "Demonstrieren, für Gerechtigkeit eintreten und nicht aufhören, bis alle respektiert werden – das ist Selbstfürsorge", betont sie.
Wir sind dran und hören nicht auf, bis wir unsere Mitmenschen und den Planeten schützen. Ende der Diskussion. Das ist einfach inspirierend.
Über ihr Engagement für Lungen-Gesundheit und COVID-19-Initiativen
Laura unterstützt zahlreiche Organisationen mit Leidenschaft – darunter die American Lung Association (ALA) und CVS Health, um Spenden für COVID-19-Forschung zu sammeln und Sicherheitskampagnen zu fördern. Ihre Partnerschaft mit der ALA begann 2015, getrieben von persönlichen Verlusten: Ihr Großvater starb früh an Lungenkrebs, ebenso ihre Freundin Valerie Harper. "Meine Mutter kämpft seit Jahren mit umweltbedingten Lungenproblemen – die ALA half mir, sie besser zu schützen und anderen zu dienen, besonders jetzt mit COVID-19", sagt sie.
Sie lobt die Zusammenarbeit von ALA und CVS: Forschung finanzieren, Aufklärung schaffen und kostenlose Teststellen in vulnerablen Communities bereitstellen. "In Zeiten, in denen Ungleichheiten in Black und Latinx-Communities sichtbar werden – die am stärksten betroffen sind –, treibt die ALA ihre Arbeit für Lungen-Gesundheit in allen Gemeinden voran."
Letztlich zielt Laura auf langfristige Veränderungen ab. "Ich hoffe, wir inspirieren uns gegenseitig weiter. Es wird mühsam, aber wir schaffen das gemeinsam."