Vor acht Jahren verlor ich meine Mutter durch Suizid. Drei Jahre zuvor wurde bei ihr eine schizoaffektive Störung diagnostiziert – eine Kombination aus bipolarer Störung und Schizophrenie. Die Diagnose war letztlich nur eine Sammlung von Symptomen, ohne Erklärung für deren Ursache. Der psychische Zustand meiner Mutter verschlechterte sich schleichend, bis er im Sommer nach meinem College-Abschluss in einer dramatischen manischen Episode in New York City kulminierte.
In jener Nacht hatte sie Angst vor mir und meinen Brüdern und floh vor uns. Wir verfolgten sie durch das U-Bahn-System von Manhattan bis nach Queens. Mein Bruder musste sie festhalten, wie in einer menschlichen Zwangsjacke. Wir riefen die Polizei: Ein Streifenwagen und ein Krankenwagen kamen, und so begann für unsere Familie eine traumatische Odyssee durch das psychiatrische System. Meine Mutter erhielt zahlreiche Antipsychotika und Stimmungsstabilisatoren, war in mehreren Kliniken und bei verschiedenen Psychiatern. Die Versorgung war fragmentiert, unklar, und niemand fragte wirklich, ob es ihr besser ging. Meine Intuition drängte mich einzugreifen, doch ich zögerte und verließ mich auf die 'Experten'.
Ich sah zu, wie meine sonst scharfsinnige 57-Jährige durch Medikamentennebenwirkungen – Sabbern, Zittern, Schlaflosigkeit, undeutliche Sprache – zu einem Schatten ihrer selbst wurde. Wir fragten jahrelang nach Alternativen, experimentellen Therapien oder Leberentgiftung neben den Medikamenten – und ernteten nur Augenrollen. Die Mittel dämpften die Manie, doch ihre Lebensqualität blieb miserabel: Sie war behindert und depressiv. Schließlich dachte sie: Genug ist genug.
An dem Tag ihres Suizids bewarb ich mich um Plätze an Business Schools, Frist in zwei Wochen. Es war kurz vor Weihnachten; sie hatte Geschenke und Notizen für uns vorbereitet. Meine Freunde halfen mir unglaublich, die Bewerbungen rechtzeitig einzureichen. Danach schwor ich: Sollte ich angenommen werden, nutze ich diese Chance, um das Gesundheitssystem zu reformieren und anderen zu helfen, unser Schicksal zu vermeiden – für den Rest meines Lebens.
Heute bin ich vom Vorstand zertifizierte Patientenanwältin (BCPA), Rednerin und Gründerin von WellBe, einem Unternehmen für Medien, Bildung und Navigation. Wir überbrücken die Kluft zwischen Gesundheitssystem und Wellness-Bewegung. Meine Mission: Menschen natürliche Prävention chronischer Probleme ermöglichen und zeigen, wie der Fall meiner Mutter hätte verhindert werden können.
Egal, ob Sie selbst oder ein Liebster betroffen ist: Hier sind bewährte Strategien, um sich im System durchzusetzen und Anbieter zu finden, die Ursachenmedizin praktizieren – statt nur Symptome zu kaschieren.
1. Tauchen Sie tief in die Forschung ein.
In PubMed, der führenden Datenbank medizinischer Studien, erscheinen jährlich rund 500.000 neue Artikel – insgesamt fast 30 Millionen. Ärzte verdienen durch Patiententermine, haben selten Zeit für aktuelle Forschung. Bringen Sie Studien mit ins Gespräch: Wissen ist Macht. Geben Sie Ihre Souveränität nicht ab.
Seien Sie der CEO Ihrer (oder der Gesundheit Ihrer Liebsten): Hören Sie Experten zu, behalten Sie aber die Entscheidungshoheit. Fühlt sich etwas falsch an? Holen Sie Zweitmeinungen ein, recherchieren Sie weiter, stellen Sie Fragen – ohne Druck.
2. Beauftragen Sie einen Patientenanwalt.
Die Zertifizierung ist neu, aber essenziell. In den USA gibt es Hunderte BCPA. Sie koordinieren Spezialisten, recherchieren Optionen, begleiten zu Terminen und verhandeln mit Versicherern. Ideal, wenn Sie berufstätig sind oder Unterstützung brauchen.
3. Suchen Sie funktionelle oder integrative Mediziner.
Aus meiner Erfahrung: Symptombehandlung ohne Ursachenanalyse heilt nicht. Sie kann schaden und neue Probleme schaffen. Funktionelle Mediziner graben tiefer, testen gründlich – oft ohne Kassenabrechnung, aber letztlich kostensparend.
Bei meinem eigenen Problem halfen sechs konventionelle Ärzte nicht; ein Integrativer löste es. Unerschwinglich? Starten Sie eine GoFundMe oder bitten Sie Familie um Hilfe.
Egal was: Geben Sie nie auf. Viele Erfolgsstories entfalten sich nach Jahren. Ausdauer zahlt sich aus – ich weiß es aus schmerzlicher Erfahrung.