Bei anhaltender Sommerhitze kann eine Hitzeerschöpfung schnell eintreten, wenn Sie sich zu lange intensiven Temperaturen aussetzen. Als Experten für Gesundheit und Prävention zeigen wir Ihnen, wie Sie mit gezielten Maßnahmen der Erschöpfung vorbeugen und fit bleiben.
Hitzeerschöpfung entsteht typischerweise durch starke körperliche Belastung bei hohen Temperaturen kombiniert mit unzureichender Flüssigkeitszufuhr. Der Körper verliert durch Schwitzen viel Flüssigkeit und Elektrolyte, die nicht ausgeglichen werden. Das führt zu Symptomen wie Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und immungeschwächte Personen – hier kann es lebensbedrohlich werden.
Wie entsteht eine Hitzeerschöpfung?
Sie tritt auf, wenn Sie bei Hitze Sport treiben, lange wandern oder sich in der prallen Sonne bei Arbeit, Garten oder Hausarbeiten verausgaben. Wie Hitzeschlag und Sonnenstich gehört sie zu den Hitzeschäden.
Der Körper reagiert auf Hitze und Anstrengung mit starkem Schwitzen und erweiterten Blutgefäßen in der Haut, um Wärme abzugeben und die Körpertemperatur zu regulieren. Fehlt ausreichend Trinken, kommt es zur Dehydration: Flüssigkeit und Elektrolyte gehen verloren, das Blut verdickt sich, das Herz muss härter pumpen. Das Resultat: Hitzeerschöpfung.
Symptome variieren je nach Schweregrad und sind oft unspezifisch. Frühe Anzeichen sind Durst, Schwindel, Koordinationsstörungen, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Weitere folgen:
- schwacher, aber schneller Puls
- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Kurzatmigkeit
Ignorieren Sie die Symptome und trinken Sie nicht, kann sich ein Hitzschlag entwickeln – mit Atemnot, Ohnmacht oder Krämpfen. Rufen Sie sofort den Notruf! Als Erste-Hilfe-Maßnahme bringen Sie die Betroffene in den Schatten, kühlen Sie mit kalten Tüchern ab. Bei Kindern, Älteren und Schwachen zählt jede Minute.
Hitzeerschöpfung vermeiden: Unsere Top-Tipps
Handeln Sie präventiv an heißen Tagen:
- Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten und Sport. Legen Sie Workouts in den kühlen Morgen.
- Trinken Sie reichlich: 2 Gläser Wasser pro Stunde. Ergänzen Sie mit wasserreichem Obst, Gemüse oder Elektrolytgetränken.
- Tragen Sie helle, atmungsaktive Kleidung, Sonnenhut bei Sonne. Lange Kleidung und Sonnencreme schützen vor Sonnenbrand.
- Kein Alkohol – er senkt den Blutdruck und erhöht das Risiko, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
- Kühlen Sie mit Dusche oder Bad ab. Frische Tücher auf Stirn, Arme, Beine – aber kein Eiswasser, da es Gefäße verengt und Wärme einschließt.