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Traubensilberkerze: Bewährte pflanzliche Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden und PMS

Die Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze weisen östrogenähnliche Eigenschaften auf. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen kann sie bei Wechseljahresbeschwerden und PMS Linderung bieten.

Die Traubensilberkerze als Phytohormon

Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie seit Langem in der traditionellen Heilkunde eingesetzt wird. Heute erlangt sie auch in Europa zunehmend medizinische Bedeutung. Besonders bei Beschwerden in den Wechseljahren oder dem prämestrualen Syndrom (PMS) zeigt sie vielversprechende Effekte.

Verantwortlich dafür sind die wirksamen Inhaltsstoffe im Wurzelstock, darunter Triterpenglykoside und das Isoflavon Formononetin. Obwohl die genaue Wirkmechanik noch nicht vollständig geklärt ist, deuten Studien auf eine phytohormonelle Regulation hin.

Extrakte aus dem Wurzelstock wirken als Phytohormone – pflanzliche Stoffe, die den menschlichen Hormonhaushalt ähnlich wie körpereigene Hormone regulieren. Die östrogenähnliche Wirkung macht die Traubensilberkerze zu einer natürlichen Option bei hormonell bedingten Beschwerden.

Traubensilberkerze bei Wechseljahresbeschwerden

Die Wechseljahre bringen bei vielen Frauen unangenehme Symptome mit sich. Hitzewallungen und Schweißausbrüche entstehen durch sinkende Östrogenspiegel und hormonelle Schwankungen.

Die Schulmedizin setzt oft auf Östrogenpräparate, die jedoch mit Risiken wie einem erhöhten Brustkrebsrisiko assoziiert werden. Hier bieten standardisierte Extrakte aus der Traubensilberkerze eine pflanzliche Alternative, wie Meta-Analysen mehrerer Studien belegen.

Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich besonders gut belegt bei:

  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • nervöser Reizbarkeit

Die positive Wirkung setzt jedoch erst nach einer Einnahmedauer von mindestens zwei Wochen ein.

Traubensilberkerze bei PMS

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft rund 80 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter und äußert sich in körperlichen Symptomen wie Unterbauchschmerzen sowie psychischen Beeinträchtigungen bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Aufgrund ihrer phytohormonellen Eigenschaften könnte die Traubensilberkerze Linderung bringen. Klinische Studien dazu sind jedoch noch begrenzt.

Zudem wird ihr eine milde antidepressive Wirkung nachgesagt, bedingt durch N-Methylserotonin, ein Serotonin-Verwandter. Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass sie Schmerzen und Krämpfe während der Menstruation lindern kann – dank entzündungshemmender Effekte.

Einnahme von Traubensilberkerze

Aus Heilzwecken werden ausschließlich Wurzelstock-Extrakte verwendet, die in Tinkturen, Tees, Tropfen oder Kapseln verarbeitet werden. Diese zählen zu den Nahrungsergänzungsmitteln; beachten Sie stets die Dosierungsanweisungen und Packungsbeilagen.

Es ist empfehlenswert, die Einnahme mit einem Arzt abzustimmen, besonders bei starken Beschwerden. Eine Kombinationstherapie kann sinnvoll sein.

Für Traubensilberkerze-Tee greifen Sie auf apothekenpflichtige Fertigpräparate zurück, um standardisierte Wirkstoffmengen zu gewährleisten. Alternativ eignen sich Kapseln mit Extrakt in variierenden Konzentrationen.

Wichtige Hinweise zur Einnahme:

  • Die Wirkung tritt erst nach mehreren Wochen ein.
  • Nehmen Sie die Präparate nicht länger als sechs Monate ein, da Langzeitdaten fehlen.
  • Leichte Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden sind selten möglich; Wechselwirkungen mit Medikamenten sind nicht bekannt.
  • Bei östrogenabhängigen Tumoren ist die Einnahme kontraindiziert.