DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Eberraute-Tee: Immunstärkende Wirkung und bewährte Zubereitung

Eberraute (Artemisia abrotanum) ist in der europäischen Naturheilkunde seit Jahrhunderten etabliert. Als erfahrener Kräuterexperte erkläre ich Ihnen, wie Sie diese bewährte Heilpflanze als Tee zubereiten und Ihr Immunsystem in der Erkältungszeit stärken können.

Mit Eberraute-Tee fit durch den Winter

Eberraute-Tee unterstützt bei Erkältungen und stärkt das Immunsystem. In einer Studie des Kölner Instituts für Naturheilkunde erhielten 27 Spieler der Kölner Haie Eberraute-Tee; die Zahl der Abwehrzellen im Blut verdoppelte sich, und sie waren seltener erkältet. Eine Doktorarbeit der Uni Köln bestätigt die antioxidative Wirkung und positive Effekte auf das Immunsystem.

In der Volksheilkunde gilt Eberraute bei Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden und Bronchitis als bewährt – wissenschaftlich sind diese Effekte jedoch noch nicht eindeutig belegt. Dank ätherischer Öle und Bitterstoffe wirkt sie zudem potenziell krampflösend und beruhigend bei Verdauungsproblemen.

Eberraute-Tee als Kur: So schützen Sie sich vor Infekten

Eberraute eignet sich ideal zur Vorbeugung von Infekten und Erkältungen – einsetzbar bei ersten Symptomen oder als vorbeugende Kur.

Zubereitung: Übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknete Triebe und Blattspitzen mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. Ziehen lassen: 3–5 Minuten (getrocknet) oder 5–10 Minuten (frisch). Für nachhaltige Stärkung des Immunsystems: 2–3 Tassen täglich über mindestens 8 Wochen.

Die Pflanze ist in ausgewählten Apotheken, Drogerien oder online erhältlich. Alternativ: selbst anbauen – ideal als Heil- und Gewürzpflanze.

Eberraute: Von der Antike bis ins Mittelalter

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Eberraute gehört zur Familie der Korbblütler. Bekannt für ihren herb-bitteren Geschmack und intensive Aromen, umfasst die Gattung Artemisia auch Verwandte wie Absinth- oder Estragonkraut.

Bereits die Griechen schätzten ihren Duft durch ätherische Öle. Im Mittelalter wurde sie in Klöstern als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert, mit Zuschreibungen als Aphrodisiakum und Stärkungsmittel. Erwähnt in Schriften von Hippokrates, Plinius und Hildegard von Bingen.