DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Isoflavone: Wirkungen, Vorteile und Risiken der Phytoöstrogene bei Wechseljahresbeschwerden

Isoflavone gelten als hilfreich bei Wechseljahresbeschwerden und könnten das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Erfahren Sie als Expertin für Ernährung und Hormongesundheit die evidenzbasierten Fakten zu diesem populären Nahrungsergänzungsmittel.

In den Wechseljahren kennen viele Frauen Isoflavone: Sie sollen Hitzewallungen und andere Symptome lindern, da der Östrogenspiegel sinkt. Als Phytoöstrogene ähneln sie strukturell dem körpereigenen Hormon und können einige Funktionen übernehmen.

Diese sekundären Pflanzenstoffe finden sich natürlich in Soja und Rotklee. Daraus werden hochwertige Nahrungsergänzungsmittel gewonnen, die vor allem gegen Hitzewallungen wirken sollen.

Evidenzbasierte Wirkungen von Isoflavonen

Als hormonaktiv wirken Isoflavone potenziell vorbeugend gegen Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebsarten wie Prostata- oder Brustkrebs. Diese Hypothese stützt sich auf niedrigere Erkrankungsraten in Asien, wo Soja reichlich konsumiert wird. Widersprüchliche Studien beleuchten die Effekte – ein ausgewogener Blick ist essenziell.

Risiken und Nebenwirkungen: Was Sie wissen müssen

Positive Effekte sind nicht abschließend bewiesen, ebenso wenig wie Risiken. Manche Studien deuten auf Krebsprävention hin, andere warnen vor Risikoerhöhung. Die EFSA hält Isoflavone in Nahrungsergänzungsmitteln für postmenopausale Frauen für sicher, für Frauen in den Wechseljahren fehlen klare Daten. Das BfR rät dringend, die Tagesdosis nicht zu überschreiten.

Bevor Sie Isoflavone einnehmen, konsultieren Sie einen Arzt – besonders

  • bei Thyroxin-Einnahme wegen Schilddrüsenproblemen,
  • erhöhtem erblichem Brustkrebsrisiko
  • oder Soja-Allergie.

Profitieren Sie alternativ von Isoflavonen durch sojareiche Ernährung oder Kichererbsen: Sie liefern zusätzlich wertvolle Vitamine und Mineralstoffe – natürlicher und abwechslungsreicher als Pillen.