Die Umstellung auf Homeoffice und der Stress durch Quarantäne wirken sich unterschiedlich auf uns aus. Unsere Ess- und Bewegungsgewohnheiten, Schlafmuster und Bildschirmzeit haben sich verändert. Es dauert, bis wir uns an diese neue Normalität gewöhnen und mit der Unsicherheit der Pandemie umgehen. Oft fühlen wir uns dadurch körperlich und emotional erschöpft.
„Chronischer Stress und Angst beeinflussen Körper und Geist negativ durch erhöhte Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol“, erklärt Carla Manly, PhD, klinische Psychologin mit langjähriger Praxis.
Die gute Nachricht: Mit einfachen Änderungen in Ernährung und Lebensstil können Sie Ihr Energieniveau spürbar verbessern.
1. Proteinreiche Snacks priorisieren
Im Homeoffice greifen viele öfter zur Speisekammer. Snacks halten Energie und Blutzucker stabil – entscheidend ist die Wahl. Statt zuckerreicher Fertigprodukte wählen Sie proteinreiche Optionen wie Eierbecher oder Hähnchenwraps. Protein gleicht den Blutzucker aus, sorgt für gleichmäßige Energie, Sättigung und verhindert Heißhunger.
2. Regelmäßige Pausen vom Bildschirm einlegen
Langes Starren auf den Monitor führt zu Augenmüdigkeit, Kopfschmerzen und Erschöpfung. Planen Sie Pausen ein, idealerweise 5-minütige Spaziergänge. Setzen Sie Alarme oder Kalendereinträge. Begrenzen Sie auch Social Media, Tablets und TV, um die Augen zu schonen.
3. Ausreichend Wasser trinken
Zu Hause vergessen viele das Trinken. Hydration ist essenziell für optimale Leistung. Streben Sie die Hälfte Ihres Körpergewichts in Unzen an (z. B. 70 kg = ca. 2,5 Liter). Bei dunklem Urin mehr trinken. Apps wie MyFitnessPal helfen beim Tracking.
4. Täglich Sonnenlicht tanken
Mehr Zeit drinnen raubt uns Naturvorteile. Gängen Sie spazieren oder sitzen Sie draußen – besonders morgens. Sonnenlicht fördert Vitamin-D-Produktion, hebt die Stimmung und reguliert den Schlafrhythmus für besseren Nachtschlaf.
5. Bewegung zum Fixpunkt machen
Regelmäßige Aktivität steigert Energie, senkt Stresshormone und löst Endorphine aus. Wählen Sie Spaßiges: Online-Kurse, Spaziergänge, Laufen, Radfahren, Krafttraining, Yoga oder Pilates. Ziel: Mindestens 150 Minuten pro Woche für Körper und Geist.
6. Eine feste Routine beibehalten
Routinen geben Struktur und Normalität. Feste Schlafzeiten, Trainingstermine oder Familienanrufe priorisieren Gesundheit. Planen Sie wöchentliche Meal-Preps, Heimtraining zur gewohnten Zeit und Abendrituale wie Baden oder Journaling.
7. Qualitätsschlaf sicherstellen
Schlafmangel verursacht Reizbarkeit, Gewichtszunahme und Müdigkeit. Feste Schlafenszeiten, kühles Zimmer, keine Bildschirme eine Stunde vorher, kein Koffein oder Sport abends – so starten Sie erholt in den Tag.