Die zweite Ausgabe der Leitlinien für körperliche Aktivität für Amerikaner erschien Ende 2018. Sie fasst bewährte Best Practices zusammen und integriert neueste Forschung zu den Auswirkungen von Bewegung auf Wachstum, Entwicklung, Schlafqualität, Gehirngesundheit und mehr. Das Fazit: Regelmäßige Aktivität fördert die Gesundheit in allen Altersstufen und stärkt die ganze Familie. Erfahren Sie drei fundierte Gründe, warum Bewegung eine feste Familienroutine sein sollte.
- Bewegung in der Familie formt positive Gesundheitsgewohnheiten bei Kindern.
Kinder lernen gesunde Bewegungsgewohnheiten durch Vorbild – und Eltern sind die ersten Rollemodelle. Eine positive Einstellung zu Sport prägt sich früh aus und wirkt lebenslang. Eine 21-jährige Längsschnittstudie zeigt: Hohe Aktivität zwischen 9 und 18 Jahren prognostiziert mehr Bewegung im Erwachsenenalter (Telama et al., 2005). Die National Institutes of Health (NIH) raten Eltern, gemeinsam aktiv zu sein und Umgebungen zu schaffen, die Eigeninitiative fördern – z. B. Bälle oder Springseile griffbereit platzieren. Ergänzend: Bildschirmzeit begrenzen, Spaß statt Wettkampf betonen und mit Schule sowie Betreuern kooperieren, um aktives Spielen zu sichern (NIH, 2013).
- Familien, die gemeinsam bewegen, knüpfen engere soziale Bindungen.
Soziale Bindungen messen die Nähe zu Familie, Freunden und Kollegen – sie beeinflussen körperliches, emotionales und mentales Wohlbefinden und sogar die Lebenserwartung. Gemeinsame Aktivitäten schaffen geschützte Momente zum Teilen von Alltagserlebnissen, bauen Vertrauen auf und lassen Erfolge wie einen 5-km-Lauf oder Spaziergang feiern. Solche Erlebnisse festigen den Familiensinn nachhaltig.
- Aktive Familien erreichen leichter die Aktivitätsrichtlinien.
Nur 24 % der 6- bis 17-Jährigen bekommen die empfohlenen 60 Minuten tägliche Bewegung, bei Erwachsenen sind es unter 23 % für Aerobic und Krafttraining (Centers for Disease Control and Prevention, 2018). Soziale Unterstützung ist jedoch ein bewährter Schlüssel:
- Emotionale Unterstützung spendet Empathie und Motivation – zeigt: Deine Bemühungen zählen.
- Greifbare Unterstützung umfasst praktische Hilfe, z. B. Babysitten fürs Fitnessstudio.
- Informationsunterstützung liefert Tipps, wie eine 30-minütige Beratung durch Experten.
- Kameradschaftsunterstützung entsteht durch gemeinsames Tun.
Alle Formen wirken, doch Kameradschaft und emotionale Unterstützung stechen heraus: Eine Studie im British Journal of Health Psychology belegt, dass Training mit empathischen Partnern Selbstwirksamkeit und Häufigkeit steigert (Rackow, Scholz & Hornung, 2015).
Starten Sie Ihre Familiensportreise mit diesen Tipps:
- Halten Sie es einfach. Wählen Sie spaßige Aktivitäten ohne Profi-Anforderungen.
- Gehen Sie raus! Wandern, Walken oder Radfahren eignen sich perfekt.
- Engagieren Sie sich sinnvoll. Trainieren Sie für einen 5-km-Lauf mit lokalem Zweck.
Referenzen
Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (2018). Nationaler Gesundheitsstatistikbericht.
Nationale Gesundheitsinstitute (2013). Formen Sie die Gewohnheiten Ihrer Familie: Helfen Sie Kindern, gesunde Entscheidungen zu treffen.
Rackow, P., Scholz, U. & Hornung, R. (2015). Erhaltene soziale Unterstützung und Bewegung: Eine Interventionsstudie zum Testen der Ermöglichungshypothese. Britisches Journal für Gesundheitspsychologie, 20, 4, 763-776.
Telama, R. et al. (2005). Körperliche Aktivität von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter: Eine 21-jährige Tracking-Studie. Amerikanische Zeitschrift für Präventivmedizin, 28, 3, 267-273.
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