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Alles in Maßen? Warum das Konzept in der Ernährung scheitert

Alles in Maßen – ein Sprichwort, das sich richtig anfühlt. Es vermittelt Ausgewogenheit und Einfachheit in der Ernährung. Doch hilft es wirklich oder täuscht es uns?

Moderation bedeutet Zurückhaltung, Vermeidung von Extremen und Mäßigung. Lebt die Mehrheit das so aus?

Für viele sieht Mäßigung so aus:

- Tag 1: Hot Wings und Bier beim Spiel mit Freunden

- Tag 2: Ein Donut im Büro

- Tag 3: Fettarmes Gebäck zum 'Kaffee' (Espresso in einem Milchshake)

- Tag 4: Pizzaabend

- Tag 5: Kuchen oder Cupcakes auf der Büroparty

- Tag 6: Wein auf der Wein- und Käseparty

- Tag 7: Pralinen aus der Bürodose

Eine Woche ohne Hot Wings fühlt sich mäßig an – ist es aber nicht. Täglicher Konsum ungesunder Lebensmittel aus derselben Kategorie ist keine Ausnahme, sondern Gewohnheit. Unser Körper reagiert auf Gewohnheiten. Das ist kein Genuss, sondern Lebensstil.

Es gibt kein Superfood

Superfoods sind ein modernes Konzept – in Wahrheit gibt es sie nicht. Essen war immer nur Essen. Grünkohl ist gesund, wie Gemüse es nun mal ist, nicht plötzlich 'super'. Gesundes Essen ist normal, was unser Körper erwartet. Junkfood hingegen wirkt wie Superschurken: neue, verarbeitete Produkte stören die Physiologie.

Gesunde Lebensmittel sind solide Helfer, ungesunde verursachen massive Schäden – nicht ausbalancierbar durch die nächste Mahlzeit. Verarbeitete Produkte mit Chemikalien, Zucker und Fetten lösen Entzündungen und Hormonstörungen aus, die Wochen dauern können.

Gesund tagsüber, aber täglich 'etwas Leckeres'? Das schafft Ungleichgewicht.

Ich war gut – jetzt darf ich böse sein

Das 'gute' Gefühl nach gesundem Essen rechtfertigt oft Exzesse. Moralische Lizenzierung: Gutes Tun erlaubt Impulsen nachzugeben. Gesund essen macht Sie nicht 'gut' oder ungesund 'schlecht'. Hören Sie auf, sich moralisch zu bewerten – das schadet der Essbeziehung.

Alles in der richtigen Menge

Aus jahrelanger Erfahrung im Coaching und Studium von Gehirn und Körper weiß ich: 'Alles in Maßen' ist zu simpel für komplexe Physiologie. Es führt zu Frustration und Selbstzweifeln. Es ist kein persönlicher Fehler, sondern ein konzeptioneller.

Wir brauchen reichlich Nährstoffe, wenig oder gar keinen Ballast. Mäßigung wie üblich erzeugt mäßig Gesunde, nicht Wohlbefundene.

Sehen Sie die Welt, wie sie ist

Täglich umgeben von Junkfood-Temptationen. Einmal statt 99 Mal essen fühlt sich mäßig an – Ihr Körper merkt's nicht. Täglicher Junkfood-Konsum untergräbt Gesundheit und guten Willen wie Sport.