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Zwei Arten von Männerbrüsten: Gynäkomastie vs. Pseudogynäkomastie – Experten erklären den Unterschied

Die Pandemie hat bei vielen Männern zu einer Zunahme von Brustfett geführt. Wenn Sie plötzlich eine spürbare Vergrößerung Ihrer Brust unter dem T-Shirt bemerken, ist es wichtig, die Ursache zu klären. Obwohl Männerbrüste auf den ersten Blick ähnlich wirken, unterscheiden Ärzte zwei Hauptarten: Gynäkomastie und Pseudogynäkomastie. Diese basieren auf unterschiedlichen Gewebetypen und erfordern verschiedene Behandlungsansätze. Wir haben Fachärzte konsultiert, um Ihnen zu helfen, Ihre Situation einzuschätzen – besonders vor der nächsten Poolparty.

Gynäkomastie vs. Pseudogynäkomastie bei Männerbrüsten

„Brüste bestehen bei Männern und Frauen aus zwei Gewebetypen: Drüsengewebe und Fettgewebe“, erklärt Dr. Norman Rowe, Facharzt für Plastische Chirurgie in New York City. Drüsengewebe produziert Sekrete wie Muttermilch, während Fettgewebe hauptsächlich aus Fettzellen besteht.

Der Typ Ihrer Männerbrüste hängt vom dominanten Gewebe ab. „Gynäkomastie ist eine Überwucherung beider Gewebearten, Pseudogynäkomastie hingegen ein Überschuss an Fettgewebe“, sagt Dr. Rowe. Pseudogynäkomastie lässt sich oft einfach bekämpfen, Gynäkomastie ist anspruchsvoller.

Pseudogynäkomastie entsteht typischerweise durch pandemiebedingte Lebensstiländerungen wie geschlossene Fitnessstudios. Sie ist das Ergebnis von Gewichtszunahme und lässt sich durch Ernährung und Sport umkehren. Theoretisch ist eine Liposuktion möglich, doch Bewegung und gesunde Ernährung sind der erste, kostengünstige Schritt.

„Diese Patienten eignen sich gut für eine Liposuktion, aber sie behandelt keine Fettleibigkeit“, betont Dr. Victor Perez gegenüber Fatherly. „Ernährung und Sport sollten primär sein, um ein gesundes Gewicht zu erreichen.“

Gynäkomastie hingegen (denken Sie an die Szene aus Fight Club) betrifft oft auch Drüsengewebe durch hormonelle Störungen – z. B. durch Steroide, Medikamente, Schilddrüsenprobleme oder Erkrankungen, die den Östrogenspiegel erhöhen. Die Behandlung erfordert chirurgische Entfernung des Gewebes und Korrektur des Hormonhaushalts.

Zusammenfassend: Sprechen Sie bei Männerbrüsten mit Ihrem Arzt, um Fettansammlung von ernsteren Ursachen wie hormonellen Ungleichgewichten abzugrenzen.

„Jede Veränderung der Brust bei Männern sollte ärztlich abgeklärt werden“, rät Dr. Perez. „Meist liegt Gynäkomastie vor, doch männlicher Brustkrebs ist selten, aber möglich.“