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Trauer unterdrücken erhöht Entzündungsrisiko: Studie aus Psychosomatic Medicine

Wir alle trauern auf unsere eigene Weise. Manche Menschen versuchen, Traurigkeit zu verbergen und den Schmerz nicht zu zeigen.

Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Nicht alle Bewältigungsstrategien sind gleichwertig. Das Unterdrücken von Gefühlen kann negative Folgen für Körper und Psyche haben.

Wie die Unterdrückung von Trauer Entzündungen begünstigt

Die Studie, veröffentlicht in Psychosomatic Medicine, untersuchte etwa 100 Personen, die kürzlich ihren Ehepartner verloren hatten. Die Teilnehmer bewerteten ihr Verhalten auf einer Skala von 1 bis 7.

Entzündungen wurden mittels Blutproben gemessen. Ergebnis: Wer Emotionen vermied und nicht ausdrückte, wies höhere Konzentrationen von Zytokinen auf – Entzündungsmarkern im Blut.

"Körperliche Entzündungen hängen mit schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zusammen", erklärt Christopher Fagundes, Ph.D., außerordentlicher Professor für Psychologie an der Rice University und Mitautor der Studie. "Diese Ergebnisse betonen, wie wichtig es ist, Gefühle nach einem Partnerverlust anzuerkennen, statt sie aufzustaue.

Gesunder emotionaler Ausdruck schützt langfristig

Statt schmerzhafte Gefühle zu ignorieren, ist es gesünder, sie zuzulassen – für Psyche und Körper.

"Nicht alle Bewältigungsstrategien sind gleich effektiv", sagt Richard Lopez, Ph.D., Assistenzprofessor für Psychologie am Bard College und Leitautor. "Manche, besonders bei intensiven Emotionen, können schaden."

Die Forscher prüfen nun, wie das Timing des emotionalen Ausdrucks die Effekte beeinflusst. Entzündungen können zudem Depressionen und Ängste fördern. Bei Trauer helfen vielfältige Strategien – sogar Yoga.

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