US-Krankenhäuser stoßen durch COVID-19 an ihre Stoßkapazitätsgrenzen, wodurch Persönliche Schutzausrüstung (PSA) knapp wird. Ärzte und Pflegekräfte tragen oft wiederverwendete Masken oder gar keine. Viele Menschen nähen daher selbstgemachte Gesichtsmasken – doch wie effektiv sind sie wirklich, und für wen eignen sie sich?
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben Strategien zur Optimierung der Maskenversorgung veröffentlicht. Selbstgemachte Masken wie Bandanas oder Schals gelten dabei nur als "letzter Ausweg".
Wirksamkeit selbstgemachter Masken
"Selbstgemachte Masken zählen nicht als PSA, da ihr Schutz für Gesundheitspersonal unbekannt ist", warnt die CDC. "Vorsicht ist geboten."
Trotzdem: Bei Infektion oder direkter Betreuung Infizierter ist eine selbstgemachte Maske besser als nichts. "Sie fangen Tröpfchen gut auf, wenn Sie erkrankt sind", erklärt Dr. Amy Shah, Spezialistin für integrative Medizin. "Für Gesunde bieten sie jedoch keinen starken Schutz."
Die CDC rät zusätzlich zu einem Gesichtsschild, das das gesamte Gesicht inklusive Seiten und Kinn bedeckt.
Wer sollte Masken tragen?
Für Nicht-Erkrankte: "Masken sind knapp und sollten für Betreuer reserviert werden", heißt es bei der CDC. Da viele Infizierte jedoch asymptomatisch oder nur leicht erkrankt sind, ist eine klare Unterscheidung schwierig.
Dr. Deborah Birx, Coronavirus-Koordinatorin des Weißen Hauses, sagte: "Die Task Force prüft eine Änderung der Maskenempfehlung." Dr. Shah betont: "Zuerst müssen Gesundheitsmitarbeiter versorgt werden."
Fazit und Tipps
Dr. Bindiya Gandhi rät: Bei Stoffmasken regelmäßig mit Seife und heißem Wasser waschen, Hände waschen und die Maske nicht nachjustieren, um Kreuzkontamination zu vermeiden.
"Wir versprühen Tröpfchen beim Sprechen, Singen oder Schreien – Niesen ist nicht nötig", sagt Dr. Shah. Bleiben Sie drinnen und halten Sie Abstand, unabhängig von der Maske. Soziale Distanzierung bleibt entscheidend.