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Gartenarbeit als wirksames Mittel gegen COVID-19-Angst: Meine bewährte Strategie

Seit die soziale Distanzierung zur neuen Normalität geworden ist, breitet sich Angst ebenso rasch aus wie die COVID-19-Pandemie selbst. Wir leben in ständiger Unsicherheit – ein Nährboden für Ängste.

Als jemand, der über ein Jahrzehnt mit generalisierter Angststörung, Panikattacken und schwerer Depression zu kämpfen hatte, kenne ich diese Herausforderungen aus erster Hand. Diagnostiziert vor mehr als zehn Jahren, wurde ich schnell abhängig von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dieses Jahr feiere ich stolze sieben Jahre Abstinenz und vollständige Genesung von dieser Sucht.

Auf meinem Weg zur Heilung habe ich bewährte Methoden wie Yoga, Meditation, Entsaften und meinen tiefen Glauben an Gott entdeckt. In dieser einzigartigen Krise ist jedoch Gartenarbeit zu meiner zuverlässigsten Strategie gegen Angst geworden.

So habe ich mit dem Gärtnern begonnen

Aufgewachsen in einer der gefährlichsten Städte Amerikas, war Ernährungsunsicherheit durch Armut und begrenzte Ressourcen alltäglich. Frisches, nährstoffreiches Obst und Gemüse war rar. Deshalb widmete ich mich früh der Gartenarbeit, um die Herkunft meiner Nahrung zu verstehen.

Als passionierter Entsafter wusste ich, wie entscheidend eine gesunde Ernährung für die Bewältigung meiner Angststörung ist. Die Idee einer nachhaltigen Versorgung für mich und meine Familie motivierte mich, mit Samen zu starten. Ich begann bescheiden: Kräuter, Ingwerwurzel und Aloe Vera auf der Fensterbank meiner kleinen Zweizimmerwohnung.

Warum Gartenarbeit meine Angst lindert

Meine Angst löst obsessive, oft lähmende negative Gedankenspiralen aus, die in Panikattacken münden. Gartenarbeit lenkt meinen Fokus um und holt mich ins Hier und Jetzt zurück. Sie mahnt uns, dass wir nicht das Zentrum des Universums sind, sondern Teil eines größeren Ganzen – ein Gegengift zum egozentrierten Angsttreiber.

Eine Studie der University of Bristol und des University College London belegt sogar: Bodenbakterien können die Serotonin-Produktion im Gehirn anregen, ähnlich wie Antidepressiva, und so unser Wohlbefinden steigern.

Gartenarbeit ist für mich wie Yoga: Durch sensorische Stimulation – Farben der Pflanzen, Bodentexturen, Pflegezyklen – fördert sie Achtsamkeit und reduziert Angstsymptome. Genau wie im Garten müssen wir negative Gedanken „ausdünnen“, um gesundes Wachstum im Geist zu ermöglichen.

Erste Schritte in die Gartenarbeit

Kein großer Platz oder Vorkenntnisse nötig! Starten Sie einfach mit Samen in einem Topf auf Fensterbank oder Balkon. Wie ich: Von klein zu groß wachsen. Benötigt werden nur Samen, Blumenerde, natürlicher Dünger und Töpfe. Viele Gartencenter sind trotz Distanzierung offen; Alternativ: Online-Lieferung.

Heute pflege ich fünf Hochbeete mit Grünkohl, Salat, Kohl, Spinat, Blumenkohl, Rüben, Gurken und mehr. Mit meiner Frau plane ich Platz für ein Bienenvolk zur Bio-Honigproduktion. Gartenarbeit stärkt unsere Familienbande – morgens ernten wir gemeinsam und freuen uns über neues Wachstum.

Wir kontrollieren nicht die Welt um uns, aber unsere Reaktion darauf. Für mich bringt Gartenarbeit Frieden ins Chaos. Finden Sie Ihre Methode!