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Neuropsychiater erklärt: Warum die Pandemie die psychische Gesundheit der Millennials besonders trifft

Als Neuropsychiater mit jahrelanger Erfahrung in der Gehirnforschung sehe ich täglich die Auswirkungen von Stress auf die Psyche. Fühlen Sie sich gestresster und deprimierter? Sie sind nicht allein. Eine Umfrage des U.S. Census Bureau zeigt, dass ein Drittel der Amerikaner unter Symptomen von Angststörungen und Depressionen leidet.

Bei jüngeren Generationen sind die Werte alarmierend hoch. Laut NRC Health berichten Millennials (geboren 1981–1996) und Gen Z (ab 1997) am häufigsten von einer erheblichen Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit durch die Pandemie.

Die Auswirkungen der Pandemie auf Millennials

Jüngere Erwachsene kämpfen mit Rekordarbeitslosigkeit und ungewissen Karriereperspektiven. Soziale Distanzierung erschwert neue Beziehungen, und viele ziehen zu den Eltern zurück – ein Mix, der zu existenzieller Angst und Depression führt.

Zusätzlich greifen immer mehr junge Amerikaner zu Drogen und Alkohol als Bewältigungsstrategie, wie der Morbidity and Mortality Weekly Report der CDC belegt. Fast jeder Vierte (18–24 Jahre) und jeder Fünfte (25–44 Jahre) hat den Konsum während der Pandemie gesteigert oder begonnen. Unsere Gehirn-SPECT-Studien in den Amen Clinics zeigen: Diese Substanzen bieten kurzfristige Erleichterung, schädigen aber das Gehirn langfristig und verschärfen psychische Probleme.

Diese Stressfaktoren erhöhen das Suizidrisiko massiv. CDC-Daten offenbaren: 25 % der 18- bis 24-Jährigen und 16 % der 25- bis 44-Jährigen hatten im vergangenen Monat Suizidgedanken.

Was hilft wirklich? Praktische Strategien aus der Neuropsychiatrie

Trotz düsterer Zahlen gibt es bewährte Wege heraus. Psychische Hygiene ist in der Pandemie so essenziell wie Händewaschen. Desinfizieren Sie Ihre Gedanken: Starten Sie den Tag mit 'Heute wird ein toller Tag' – Ihr Gehirn sucht dann aktiv nach Positivem. Ich nenne das 'Neuverdrahtung der Negativitätsneigung'.

Priorisieren Sie gehirngerechte Gewohnheiten: Ausreichend Flüssigkeit, Schlaf, Bewegung und nährstoffreiche Ernährung stärken die Resilienz.

Bei anhaltenden Symptomen wie Depressionen suchen Sie bitte einen Facharzt auf. Bei suizidalen Gedanken rufen Sie die National Suicide Prevention Lifeline unter 1-800-273-8255 an – oder jemanden, den Sie kennen.